Der erste kleine Schritt

Die Delegierten einigten sich darauf, die Vorsitzenden der Arbeitsgruppen damit zu beauftragen, einen Verhandlungstext zu erstellen. Bislang völkerrechtlich verbindlich war mit Verhandlungen zu beginnen, jetzt also ist verbindlich, dass diese Verhandlungen auch in einen Text einfließen, der dann von den Vorsitzenden der Arbeitsgruppen im März der nächsten Klima-Verhandlung in Bonn diskutiert wird. 

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Viele andere Punkte sind dagegen weiter strittig. Vor allem beim Adaptionsfonds - dem Fonds zur Anpassung an die Folgen der Erderwärmung - stehen auf der Stelle. Innerhalb der EU-Delegation wurde darüber diskutiert, eine 2-prozentige Abgabe auf alle Zertifikate des Kohlenstoffmarktes einzuführen, um so den Fonds schneller zu füllen. Dies würde bedeuten, dass 2 Prozent der Zertifikate, um die die EU derzeit in Brüssel ringt, in den Fonds fließen. Allerdings gab es dagegen starke Vorbehalte. Sicher dürfte sein, dass die EU-Delegation das Thema nicht in die Verhandlungen einbringt, so lange in Brüssel das Klima- und Energiepaket verhandelt wird.  

Umstritten nach wie vor auch das Verhandlungsthema "Reducing Emissions from Deforestation and Degradation" - kurz REDD. Die Entwicklungsländer haben vorgeschlagen, Wälder in den Kohlendioxid-Handel einzubinden. Die Industriestaaten fürchten - nicht zu unrecht - dass dies den Handel mit Kohlendioxid-Zertifikaten zum kollabieren brächte.  

FOTO: UNFCC 

[Erklärung]  
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