Klaus Töpfer: "Keine Zeit für diesen Stil"

Ganz umsonst war der Weltklimagipfel in Kopenhagen nicht, sagt Umweltbundesamtschef Jochen Flasbarth: Wenigstens das Zwei-Grad-Ziel sei durch den "Copenhagen Accord" nun überall akzeptiert.

Für einen echten Erfolg in Kopenhagen hätte auch die Stimme der UNO lauter sein müssen, kritisiert Flasbarth gegenüber dem Hamburger Abendblatt (Montag): UN-Generalsekreär Ban Ki Moon habe die Möglichkeiten seines Amts nicht vollständig ausgeschöpft. Es gebe nach Kopenhagen "Diskussionsbedarf über die künftige Führungsrolle der Vereinten Nationen".

China und die USA hätten mehr in die Verhandlungen einbringen müssen, so Flasbarth. Der Druck auf die nächste Klimakonferenz sei nun umso größer.

Auch die Europäische Union habe in Kopenhagen keine Führungsrolle übernommen, sagte der ehemalige Chef des UN-Umweltprogramms Unep Klaus Töpfer der Frankfurter Rundschau: Ein heilsamer Schock für die Weltklimadiplomatie sei Kopenhagen vermutlich nicht gewesen, so Töpfer. Weitere Gipfel "im Kopenhagen-Stil" könne sich die Welt jedoch nicht leisten: "Wir müssen sofort handeln."

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