Obama: Bindender Vertrag war unerreichbar

US-Präsident Barack Obama hat am späten Freitagabend das Verhandlungsergebnis des Klimagipfels von Kopenhagen verteidigt. Mehr sei nicht drin gewesen. Der Vorschlag, auf den sich die USA mit China und der Gruppe der G77 geeinigt haben, sieht keine konkreten Emissionsminderungsziele vor. Diese Zahlen sollen später in einem Anhang festgeschrieben werden. Das Abkommen soll rechtlich nicht verbindlich sein.

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Das war wohl nichts mit "change": Barack Obama rechtfertigt das schwache Verhandlungsergebnis.

Obama sagte: "Kopenhagen ist nicht das Ende, sondern eher der Anfang." Ein rechtlich bindendes Abkommen sei "nötig", doch es sei "auf dieser Konferenz nicht erreichbar" gewesen. Zuvor müsste noch mehr Vertrauen zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer aufgebaut werden. Ziel sei, dass "jeder anerkennt, dass wir uns gemeinsam bewegen müssen".

Er habe keinen ehrgeizigeren Zielen zustimmen wollen, die letzlich doch nicht erreicht würden, sagte Obama. "Ich möchte sicherstellen, dass wir auch halten können, was immer wir versprechen", sagte der US-Präsident. Freiwillige Reduktionsziele seien ebenfalls ein wichtiger Schritt. Es gebe dann eine "gegenseitige Verpflichtung", die Öffentlichkeit könne sehen, welcher Staat seine Verpflichtungen halte und welcher nicht.

Lesen Sie dazu unseren Hintergrund:
Kopenhagen redet sich schön

klimaretter.info/fw

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