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Mehr als hundert Staaten fordern 1,5 Grad

Mindestens 106 Staaten fordern auf dem UN-Klimagipfel eine Begrenzung der Erderwärmung auf höchstens 1,5 Grad Celsius – und damit einen schärferen Klimaschutz als die Industriestaaten mit ihrem offiziellen Zwei-Grad-Ziel. Dies sei eine klare Mehrheit aller Teilnehmer der Kopenhagen-Verhandlungen, erklärte das Netzwerk Climate Justice Now! zu Beginn des (planmäßig) letzten Gipfel-Tages. 

"Die 1,5 Grad sind nicht verhandelbar", sagte Bruno Sekoli, Vertreter Lesothos und Chef der Gruppe der ärmsten Länder (Least Developed Countries) auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen. "Was darüber hinausgeht, bedeutet Tod für Afrika." Nach Prognosen des Weltklimarates IPCC wird sich der afrikanische Kontinent um etwa das Anderthalbfache des globalen Durchschnitts aufheizen – ein Klimawandel von weltweit rund zwei Grad bedeutet für Afrika also bereits drei Grad. Sekoli: "Das würde unbeherrschbare Folgen haben – und Millionen Menschen unter Hunger, Krankheiten, Fluten und Wassermangel leiden lassen."

Desima Williams, UN-Botschafterin von Granada und auf dem Gipfel die Leiterin der Gruppe der Inselstaaten (AOSIS) nannte es einen Mythos, dass es einen Konsens über das Zwei-Grad-Ziel gebe. Die Leiterin der Delegation Boliviens, Angelica Navarro, erneuerte die Forderung ihres Landes nach einer Begrenzung der Erderwärmung auf maximal ein Grad Celsius.

 

[Erklärung]  
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