Stärkstes Risiko für die Ärmsten

Arme Länder mit schwachen Regierungsstrukturen, die vor allem auf Wachstum und weniger auf den Schutz ihrer Bürger setzen, sind von durch den Klimawandel verursachten Katastrophen am stärksten betroffen. Das geht aus einem UN-Bericht hervor, der am Rande der Klimakonferenez in Bonn vorgestellt wurde.

un-photo-evanschneiderDurch den Klimawandel werden Hunger-  und Armutskrise zusätzlich verschärft. (Foto: UN Photo)

Der Bericht "Risk and Poverty in a Changing Climate" zeigt, dass die größten Entwicklungs- und Schwellenländer China, Indien, Bangladesh und Indonesien zwischen 1990 und 2007 absolut zwar die höchsten Todeszahlen verzeichnet haben. Relativ zur Populationsgröße waren allerdings Dominica, Vanuatu und Myanmar am stärksten betroffen.

"Das Katastrophenrisiko steigt am stärksten in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen mit einer schnell wachsenden Wirtschaft", so der Report. Die sind oft am wenigsten auf Wetterextreme wie Überflutungen oder Dürren vorbereitet.

"Risikogebiete verteilen sich nicht gleichmäßig, sondern sind auch davon abhängig, wie stark die Bevölkerung durch mangelhafte Maßnahmen im Vorfeld gefährdet wird: In Japan seien jährlich 22,5 Millionen Einwohnern Zyklonen ausgesetzt, während es in den Phillippinen nur 16 Millionen sind. Die jährliche Todesrate durch diese Wetterextreme ist in den Phillippinen jedoch 17 mal höher als in Japan.

Den Bericht finden Sie HIER

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