Karawanserei in Bonn: Nach uns die Wüste

Über die Folgen des Klimawandels wird in Bonn viel diskutiert. Allerdings spiegeln sich diese Debatten kaum in den Reduktionszielen für 2020 wieder, die bislang auf den Tisch gebracht wurden. Aktivisten in Bonn sind die Sache pragmatisch angegangen - mit Kamelen und Wüstensand.  

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Wer ist hier das Kamel? Aktivisten kritisieren das Schneckentempo der Verhandlungen

Das soll den Delegierten eine Lektion darüber erteilen, was sie zukünftig erwarten könnte. "Shrinking targets = growing deserts", so die vereinfachte Rechnung.  Soll heißen: Wenn ihr nicht langsam in die Hufen kommt, reiten wir demnächst alle auf dem Kamel zu Arbeit.

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Auf die Höcker, fertig, los: Demächst könnte die Karawane per Kamel zur Klimakonferenz ziehen

Mit dem "Kamelreiten für Delgierte", Lektion 1a kritisieren avaaz.org, International Youth und Convention to Combat Desertification (UNCCD) das langsame Verhandlungstempo in Bonn. "Wenn wir jetzt nicht die Bremse ziehen, werden die Wüstenflächen in der Welt größer und Wasserkonflikte drastisch verschärft", sagt Aktivist Joseph Finlayson aus Großbritannien: "Um das zu verhindern, müssen unsere Regierungen ambitioniertere Reduktionsziele aufstellen".

 FOTOS: NEUMANN-COSEL, MESSINA

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