"Tut uns leid, aber auch ihr seid betroffen!"

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Die Uhr tickt: Sena Alouka aus Togo, Grace Mwaura aus Kenia und Ana Romero aus Mexiko fordern Einsatz von den Delegierten

"In Bonn wird über mögliche Folgen des Klimawandel geredet, wir erleben sie jedoch bereits heute", sagt Sena Alouka aus Togo: "In erster Linie darf es darum nicht um Politik und die Verabschiedung eines Abkomens gehen, sondern um Menschen!".

Zunehmende Dürreperioden machten es etwa Kleinbauern in Afrika unmöglich, ihre Erträge zu sichern. Mehr und mehr Menschen seien gezwungen in die Stadt zu ziehen. "Das gefährdet nicht nur unsere Lebensgrundlage, sondern auch unsere Kultur", so Alouka.

"Die schlimmsten Folgen des Klimawandels erleben die, die am wenigsten dazu beigetragen haben", sagt auch Grace Mwaura aus Kenia. Afrika sei durch die Verschärfung der Hungerkrise eine der betroffensten Regionen der Welt. 

Auch in Mexiko sind die Folgen der Erderwämung spürbar, berichtet Ana Romera: "Wir haben dieses Jahr eine Rekordhitze verzeichnet". Was in der Megastadt Mexiko-City viele "nur" ins Schwitzen bringt, sei vor allem für Kinder und alte Menschen eine ernsthafte Gesundheitsgefahr. 

Schlaglichter auf die Folgen des Klimawandels: Die Verhandlungen auf dem Weg nach Kopenhagen müssen Tempo gewinnen, fordern die Klimazeugen. Vor allem die Finanzierung von Klimaschutz und Anpassung in Entwicklungsländern müsse endlich konkret werden. "Tut uns leid, aber auch ihr werdet früher oder später unter den Konsequenzen einer schwachen Klimapolitik zu leiden haben", sagt Alouko. Der Klimawandel sei ein kollektives Problem, so Mwaura: "Wir können es nur kollektiv lösen". 

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