Delay kills!

Aktivisten der Entwicklungsorganisation Oxfam haben die Delegierten der UN-Klimakonferenz in Bonn zum sofortigen Handeln aufgefordert. Sie ließen die Worte "Zögern tötet!" im Hauptsaal des Konferenzzentrums erscheinen.

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"Es ist fünf vor zwölf. Das Zeitfenster, in dem der Klimawandel in noch halbwegs beherrschbaren Grenzen gehalten werden kann, schließt sich", so Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig. Dennoch seien die Verhandlungen der UN in den entscheidenden Punkten festgefahren. Die Aktivisten fürchten, dass sich die Zahl der Klimatoten drastisch erhöhen könnte, sollte in Kopenhagen kein ambitioniertes Abkommen beschlossen werden.

Hintergrund der Aktion ist das schleppende Vorankommen der UN-Verhandlungen über ein künftiges internationales Klimaabkommen. Auf der Konferenz, die seit über eine Woche tagt, hat es bisher keine wesentlichen Fortschritte bei der Einigung über die Hauptstreitpunkte gegeben. Industrie- und Schwellenländer sind weiter uneins über die Emissionsminderungen, die beide Gruppen leisten müssten.

Auch die Finanzierung für Anpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern ist bislang ungeklärt. Ein Treffen der EU-Finanzminister am gestrigen Dienstag zu diesem Thema blieb ohne Ergebnisse. Umwelt- und Entwicklungs-NGOs hatten im Vorfeld auf positive Impulse von diesem Treffen gehofft.

FOTO: LUISE NEUMANN-COSEL

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