Erwartungen an Klimagipfel in Durban

Mal konkret, meist aber schwammig legten die UN-Staaten bei den Klimaverhandlungen in Bonn ihre Erwartungen an den Klimagipfel im Dezember im südafrikanischen Durban dar. Eingeladen dazu hatte am Samstagnachmittag die Delegation Südafrikas, die im Laufe der kommenden Woche weitere Gespräche führen will.


Die südafrikanische VerhandlungsführerinNozipho Joyce Mxakato-Diseko befragt die Delegierten nach ihren Erwartungen für den Klimagipfel in Durban. (Foto: iisd.ca)

Die meisten Staaten bekannten sich dafür, in Durban eine zweite Verpflichtungsperiode im Rahmen des Kyoto-Protokolls verabschieden zu wollen. Doch unter welchen Bedingungen sie dem zustimmen würden, das blieb weitgehend offen. Die Schweiz immerhin machte deutlich, dass Schwierigkeiten um die Marktmechanismen, darunter der Klimamechanismus CDM, gelöst werden müssen, außerdem müsse geklärt werden, wie der Waldmechnismus LULUCF aussehen soll.

Auch die Aufgaben, die sich aus dem Cancún-Abkommen ergeben, sollen in Durban erledigt werden, fordern China sowie die G-77-Staaten, AOSIS, Singapur, Indien, Venezuela, die EU und Australien. Auf gleicher Linie waren auch die USA, Australien, Japan und Russland, die eine zweite Verhandlungsperiode ablehnen. Die AOSIS forderte, die Emissionsreduktionsziele aller Staaten zu erhöhen und einen Prüfprozess für den Klimaprozess einzuführen. Australien erwartet, den Green Climate Fund und den Waldschutzmechanismus REDD+ zu verabschieden.

Indien, Venezuela und die arabischen Staaten sprachen sich dafür aus, vor Durban weitere Vor-Verhandlungen zu führen. Die EU unterstützte die Forderung. Japan wies darauf hin, dass weitere Vor-Verhandlungen nur dann sinnvoll seien, wenn effizient verhandelt werde.

klimaretter.info/jot

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