Anpassung droht an den USA zu scheitern

Die internationale Menschenrechtsorganisation Action Aid wirft den Vereinigten Staaten auf der Klimakonferenz in Bonn vor, den Prozess zu einem Weltklimafonds zu blockieren. "Noch im letzten Jahr betonte die amerikanische Regierung wiederholt ihre Bereitschaft, gemeinsam mit anderen Industrienationen jährlich eine Summe von 100 Milliarden US-Dollar bereitzustellen", so die Klimaexpertin Ilana Solomon. Dieser Fonds solle dazu dienen, ärmeren Ländern bei der Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels zu helfen. Die Höhe des Betrages wurde von der Weltbank in einer Studie ermittelt.

Die USA und China betreiben Realpolitik auf Kosten der Klimaverhandlungen. (Foto: State Dept Image)

Action Aid hat ihren Sitz in Johannesburg und setzt sich für die Rechte der Entwicklungsländer ein. Ihr Punkt ist klar: Während der Klimawandel seit Beginn des Industriezeitalters durch die Länder im Westen stetig angeschoben wurde, sind es die Armen, die von dessen Auswirkungen schon heute betroffen sind. Die USA, als größter Treibhausgasemittent nach China, mache mit seinem Zick-zack-Kurs ein potentielles Abkommen zur Farce, so Solomon. "Das amerikanische Verhalten ist schlichtweg inakzeptabel."

Unter möglichen Maßnahmen zur Mittelbeschaffung sind bislang unter anderem eine Finanztransaktionssteuer oder eine internationale Steuer auf die Luft- und Schifffahrt vorgeschlagen worden. Diese Pläne wurden aber stets von den Ländern der G 8 zurückgewiesen. Am  Sitz des Sekretariats der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) wird noch bis Freitag nächster Woche ausgelotet, welche Vorschläge der Weltklimakonferenz im Dezember unterbreitet werden.

klimaretter.info/kege

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