Figueres appelliert an Staaten

Am ersten Tag der Klimaverhandlungen in Bonn hat die Chefin des UN-Klimasekretariats Christiana Figueres an die Staaten appelliert, ihre Zusagen zur Einsparung von Kohlendioxidemissionen einzuhalten. Auf dem Klimagipfel im mexikanischen Cancún im vergangenen Dezemer hatten sich die Industriestaaten darauf geeinigt, feste Einsparziele festzulegen. Anfang dieses Jahres veröffentlichten sie dann ihre Zahlen.


In Bonn haben die Klimaverhandlungen begonnen. (Foto: UNFCCC)

"In Cancún haben sich die Staaten darauf geeinigt, alles dafür zu tun, die globalen Temperaturen nicht um mehr als zwei Grad steigen zu lassen. Selbst ein 1,5 Grad-Ziel war im Gespräch. Jetzt müssen die Regierungen auch handeln", sagte Figueres am Montag in Bonn.

Gerade nach Veröffentlichung der neuesten Zahlen der Internationalen Energieagentur sei ein Handeln wichtiger denn je. Die Energieagentur hatte vor einer Woche mitgeteilt, dass die Kohlendioxidemissionen im Jahr 2010 auf ein Rekordhoch gestiegen sind. Sie lagen sogar um fünf Prozent höher als im bisherigen Rekordjahr 2008. Damit wurden im vergangenen Jahr weltweit 30,6 Gigatonnen Kohlendioxid ausgestoßen.

Die Klimaverhandlungen dienen der Vorbereitung des Klimagipfels im Dezember im südafrikanischen Durban. Die Verhandlungsführer der Staaten wollen sich auf eine internationale Klimaarchitektur einigen, die in Kraft treten soll, wenn Ende 2012 die erste Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls ausläuft. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der Ausgestaltung der Finanz-, Technologie- und Anpassungseinrichtungen, auf die sich die Staaten in Cancún geeinigt hatten.

klimaretter.info/jot

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