Umweltschützer kritisieren Klimagipfel

Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace haben am Freitag mit riesigen Transparenten an der Statue von Christopher Kolumbus im nordspanischen Barcelona das mangelnde Engagement der USA für den Klimaschutz angeprangert. Auf den Bannern standen Parolen wie "Klima-Chaos, wer ist schuld?" oder "Rettet das Klima". Die Protestaktion an der Statue des Entdeckers des amerikanischen Kontinents deute darauf hin, dass die USA für die "Klimakatastrophe" veranwortlich seien.

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Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender urteilt: „Das Gesamtergebnis ist leider äußerst dünn. Kein einziger Industriestaat setzt auf den erforderlichen hundertprozentigen Ausbau der erneuerbaren Energien".   Für einen wirksamen Klimaschutz müssten die Industriestaaten ihre CO2-Emissionen bis 2020 um 45 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. Wenn jedoch der Industrie erlaubt werde, sich mit teilweise fragwürdigen Klimaschutz-Projekten in Entwicklungsländern im Rahmen des so genannten Clean-Development-Mechanism (CDM) von Klimaschutzverpflichtungen im eigenen Land freizukaufen, gehe der Anreiz verloren, zuhause die Emissionen ausreichend zu senken.

Auch die schwarz-gelbe Bundesregierung setze zu sehr auf CDM-Projekte und weiche damit ihre eigenen Klimaschutzziele auf. Stattdessen gehörten der ambitionierte Ausbau erneuerbarer Energien, die umfassende Anwendung von Energiesparmaßnahmen und die Abschaffung ökologisch nachteiliger Subventionen in Höhe von rund 40 Milliarden Euro pro Jahr auf die politische Agenda.

Umweltaktivisten der Gruppe "Rainforest Action" kündigten weltweiten Hungerstreikaktionen vor und in Kopenhagen für ein Klimaschutz-Abkommen an.

[Erklärung]  
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