Klimaschützer kritisieren Verhandlungsergebnis

Die Delegierten haben zwar einige technische Fortschritte gemacht, aber der fehlende politische Rückhalt aus ihren Hauptstädten hat den notwendigen Durchbruch verhindert. Mit dieser Einschätzung kritisiert  der WWF das Verhandlungsergebnis von Bangkok. „Der Verhandlungstext wurde zwar um die Hälfte gekürzt, ist aber nicht viel besser geworden“, so Regine Günther, Klimachefin des WWF Deutschland.

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Diese Klimaschützerinnen protestierten direkt nach dem Abschluss vor dem Verhandlungssaal. Foto: Reimer

In Bangkok sei klar geworden, wo die politischen Hindernisse liegen.„Jetzt ist es die Aufgabe der Regierungs- und Staatschefs, diese Hindernisse zu beseitigen“, so Günther. „Mit nur noch fünf verbleibenden Verhandlungstagen bis Kopenhagen, haben wir keine Zeit mehr zu verlieren.“ Die Delegierten bräuchten neue und klare politische Anweisungen für das nächste UNFCCC-Treffen im November in Barcelona. Nach Ansicht des WWF sollten die Staats- und Regierungschefs noch einmal zusammenkommen, bevor die Klimaverhandlungen in Kopenhagen ihren Höhepunkt erreichen.

Das Treffen in Bangkok habe gezeigt, dass nicht nur das fehlende Klimaschutzgesetz der USA die Verhandlungen behindert, sondern auch die Europäische Union durch mangelnde Initiative den Prozess bremst. „Die Führungsposition der EU sinkt von Tag zu Tag, weil die dringenden Fragen der Finanzierung nicht geklärt sind.“ Das Treffen des EU-Rats im Oktober würde eine gute Möglichkeit bieten, diese Haltung zu korrigieren. 

Martin Kaiser von Greenpeace kritisierte in Bangkok: "Das Ergebnis zeigt, dass die Industrie-Staaten ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben". Ohne konkret vorgeschlagene Reduktionsverpflichtungen sei für die Klimadiplomaten nicht mehr zu regeln gewesen. Auch er forderte einen Klimagipfel der Staatschefs.

 

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