Schweiz mahnt die EU zu mehr Geschlossenheit

Die Schweiz hat von der Europäischen Union mehr Geschlossenheit auf dem Verhandlungsparkett gefordert. "Nach wie vor ist die Stimme der EU gewichtig bei der Meinungsfindung in den Auditorien", sagte das Schweizer Delegationsmitglied Andreas Fischlin. "Das Problem ist: Nicht immer stehen alle EU-Mitglieder hinter der offiziellen Position".

bali_fischlin.jpgTraditionell spricht die EU auf den Klimakonferenzen mit einer Stimme - die der jeweiligen Ratspräsidentschaft. Das bedeutet: Portugal, Polen, Deutschlandund Co. sitzen zwar mit in den Auditorien, geben aber keine eigenen Wortmeldung ab, sondern lassen in Bangkok Schweden für sich sprechen. Jenseits der Verhandlungen aber ließen die EU-Mitglieder eine solche Geschlossenheit vermissen: "Da geht es um sehr viel Geld und um eigene wirtschaftliche Interessen", so Fischlin. Dies würde zwangsläufig zu Irritationen in anderen Delegationen führen. Wenn die 27 Mitgliedsländer in der EU nicht in der Lage seien einen Interessenausgleich zu organisieren, wie sollte dies dann den 192 Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention gelingen, deren Interessenlage schließlich sehr viel weiter auseinander liegen, als innerhalb der EU. 

 

Zurück zu den Bangkok-Sonderseiten geht es HIER

Zur Startseite geht es HIER

[Erklärung]  
Anzeige
blog comments powered by Disqus

Anzeige

Anzeige

Kolumnen

Alle Kolumnen lesen
Alle Herausgeber-Interviews lesen