Klimaschutz hilft Geld sparen

Mehr Energieeffizienz, mehr erneuerbare Energien, die Erhaltung der Wälder und eine nachhaltige Landnutzung könnten weltweit allein bis zu 75 Prozent der benötigten Emissionsreduktionen im Jahr 2020 schaffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Stiftung der Vereinten Nationen, die heute veröffentlicht wurde. Mehr noch: Neben der Emissionsminderung würde eine solche Politik sogar noch zu einer Netto-Einsparungen von 14 Milliarden Dollar jährlich führen.

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Allein eine Halbierung des Holzeinschlages könnte 6,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent bis 2020 sparen. Foto: Messina

"Der heutige Bericht zeigt, dass ganz erhebliche Klimaschutz-Fortschritte zu sehr geringen Kosten hergestellt werden können", erklärte Stiftungs-Präsident Timothy Wirth. Allein eine Steigerung der Energieeffizienz um 2 Prozent würde die Emissionen um 12 Prozent unter das aktuelle Niveau drücken - 5,4 Milliarden Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent. Zudem würde dies Netto-Einsparungen von 98 Milliarden Dollar bis 2020 mit sich bringen. Eine Halbierung der aktuellen Urwald-Abholzung würden mit 6,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent bis 2020 zu Buche schlagen, der Ausbau regenerativer Stromgewinnung auf 20 Prozent des weltweiten Bedarfes die Nettokosten bis 2020 um 34 Milliarden Dollar reduzieren.

Deshalb sei ein starkes Klimaschutz-Abkommen notwendige Voraussetzung für eine prosperierende Wirtschaftsentwicklung, erklärte Wirth: Den Verhandlern auf der Klimakonferenz müsse klar sein, dass von ihrer Arbeit "eine nachhaltige Entwicklung, Wirtschaftswachstum, Sicherheit der Energieversorgung und der öffentlichen Gesundheit" abhängen. Die Stiftung der Vereinten Nationen wurde 1998 mit einer Spende des Multimilliardärs Ted Turner gegründet.

 

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