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Anbrüllen gegen den Stillstand

Etwa 150 Menschen haben am Abend von den Tribünen des polnischen Nationalstadions gegen die zähen Verhandlungen auf dem UN-Klimagipfel protestiert. "We want, we want action!" (Wir wollen Taten sehen!), schrien die Aktivisten vor dem Verhandlungszelt, das im Inneren des Stadions aufgebaut ist. 

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Am Freitagabend verschafften sich Klimaschützer aus aller Welt Gehör im Warschauer Nationalstadion. (Foto: Lea Meister)

Wael Hmaidan vom weltweiten Climate Action Network (CAN) sprach vor, die Menge wiederholte: "We stand with you! With the Philippines! And all other vulnerable countries!" (Wir stehen zu euch! Den Philippinen! Und allen anderen verletzlichen Ländern!). In der Mitte des Stadions fanden gleichzeitig die Verhandlungen statt, bei denen die Minister der Länder versuchten, ein Abschlussdokument für die diesjährige Konferenz zu formulieren. Als der Lärm von draußen hereindrang, kommentierte Marcin Korolec, Präsident des Klimagipfels, trocken: "Man merkt, dass wir hier in einem Nationalstadion sind."

"Zu viele Regierungen, ob aus dem Norden oder aus dem Süden, blockieren die Entstehung eines globalen Klimaübereinkommens und stehen im Dienste ihrer Kohle- und Öllobbyisten statt der Menschen", sagte Greenpeace-Chef Kumi Naidoo. "Die komplette Unfähigkeit der reichen Länder, sich an ihre Versprechen zur langfristigen Klimafinanzierung zu halten, bringt die verletzlichsten Menschen in Gefahr." Am Donnerstag hatten deshalb zahlreiche Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften den Klimagipfel aus Protest verlassen. Allerdings nicht alle: Germanwatch, Misereor und Brot für die Welt aus Deutschland beispielsweise sind noch im Konferenzzentrum.

klimaretter.info/lkm

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Alle Beiträge zur COP 19 in Polen
finden Sie in unserem Warschau-Dossier

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