Auf dem 4,8-Grad-Pfad

Der Vorsitzende des Weltklimarats IPCC, Rajendra Pachauri, hat die Verhandler auf der Klimakonferenz in Lima zu größeren Anstrengungen aufgefordert. "Wenn sich die Staaten der Erde nicht bewegen, sind wir im schlimmsten Fall auf dem Weg zu einer Erderwärmung um 4,8 Grad im Jahr 2100", sagte Rajendra Pachauri am Rande der Klimakonferenz. "Dabei haben wir schon bei der Überschreitung des Zwei-Grad-Ziels furchtbare Auswirkungen auf alle Formen des Lebens", sagte Pachauri am Donnerstag in Lima. "Die menschliche Gesellschaft wird dann möglicherweise nicht mehr in der Weise bestehen wie heute."

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Rajendra Pachauri versucht den Staaten auf der COP 20 die unbequemen Wahrheiten der Klimaforschung nahezubringen, gibt sich aber keinen Illusionen hin. (Foto: von Brackel)

Schon heute sei klar, dass die Erde sich auf die Folgen des Klimawandels einstellen müsse. Je länger man warte, desto schwieriger werde es aber, mit den Folgen umzugehen. "Deshalb sollten wir jetzt beginnen, die Treibhausgase zu senken", sagte Pachauri. "Je früher wir anfangen, desto leichter wird es, desto günstiger wird es." Aus Sicht des indischen Wissenschaftlers ist es nötig, bis zum Ende des Jahrhunderts den Ausstoß von Treibhausgasen auf Null zu fahren und eventuell der Atmosphäre sogar CO2 zu entziehen.

Der Weltklimarat ist in Lima präsent und spricht die Delegierten gezielt an. Pachauri hielt eine Rede bei der Eröffnungsversammlung, und die Wissenschaftler halten Veranstaltungen auf der Konferenz ab. "Viele haben inzwischen verstanden, dass der Klimawandel schon heute Auswirkungen hat", sagte Pachauri. Er gab aber auch zu: "Unser Einfluss ist begrenzt."

klimaretter.info/bra

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Alle Beiträge zur COP 20 in Peru
finden Sie in unserem Lima-Dossier

 

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