Dossier COP 16 Klimagipfel in Cancún

Vom 29. Oktober bis 9. November 2010 trafen sich Vertreter aller UN-Staaten im mexikanischen Cancún zur 16. UN-Klimakonferenz COP 16.

Beschlossen wurde: die globale Erwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen. Im Jahr 2015 soll überprüft werden, ob der Maximalwert aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse um ein halbes Grad gesenkt werden muss. Eine neue Institution wird eingerichtet: Das "Cancún Adaptation Framework" soll die Bedürfnisse der vom Klimawandel bedrohten Länder feststellen und Anpassungsstrategien koordinieren. Den am wenigsten entwickelten Ländern der sogenannten LDC-Gruppe will die Staatengemeinschaft beim Erarbeiten von Anpassungsplänen helfen. Beschlossen wird auch die Einrichtung eines "Green Climate Fund". Über den Klimafonds soll ab 2020 ein Großteil der zugesagten 100 Milliarden US-Dollar jährlich aus dem industriellen Norden in die Entwicklungsländer transferiert werden. Um die Ernsthaftigkeit dieser Bemühung zu unterstreichen, hatten die Industriestaaten auf der COP 15 im Vorjahr 30 Milliarden Dollar als "fast start finance" ("Schnellstartfinanzierung") für die Jahre 2010, 2011 und 2012 zur Verfügung gestellt.

Besonderheit: Das Konferenz-Gelände wird großflächig von mexikanischem Militär abgeschirmt. Vor dem Gipfel hatte es Anzeichen für einen Anschlag eines Drogenkartells auf die Klimadiplomaten gegeben.

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