Bolivien: Indigenas gegen Mine

Etwa 700 Mitglieder der indigenen Gemeinschaft der Qulla besetzen in der südöstlichen Provinz Potosi Büros der japanischen Firma Sumitomo, um gegen die Verseuchung ihrer Flüsse durch die Mine San Cristóbal zu protestieren. Sumitomo baut in der Region Silber, Zink und Blei ab. Zeitgleich findet in Cochabamba die "Weltkonferenz der Völker über Klimawandel und Rechte der Mutter Erde" statt. Die Protestierenden verlangen Entschädigungszahlungen für die Beeinträchtigungen.

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Proteste von Indigenas in Bolivien. (Foto: CONAMAQ)

"Die Mine nutzt unsere natürlichen Ressourcen. Wir wollen einen Ausgleich für die Zerstörung", sagte der Sprecher der Proteste, Mario Mamani. Im Rahmen der Proteste wurden einige Container umgeworfen und Firmengebäude in Brand gesetzt.

Der bolivianische Umweltminister Juan Pablo Ramos sagte, man nehme die Probleme der Qulla sehr ernst und werde sich mit ihnen befassen, allerdings sei der Gipfel nicht der richtige Ort dafür, da es dort um internationalen Klimaschutz gehe. Zwischenzeitlich äußerte sich der bolivianische Außenminister David Choquehuanca zu den Protesten und gab der Firma Sumitomo die Schuld.

Verschiedene Gruppen nutzen den Gipfel in Bolivien, um auf Umweltprobleme im eigenen Land hinzuweisen. Viele Indigenas sind frustriert, dass die Teilnahme der sogenannten "18. Arbeitsgruppe", in der sich Kritiker der bolivianischen Umweltpolitik versammelt hatten, zum Gipfel nicht zugelassen wurde.

© wir-klimaretter.de/hb

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