Cochabamba auf dem Weg nach Porto Alegre

"Nach dem gescheiterten Klimagipfel in Kopenhagen ist es wichtig neue Kräfte zu tanken", sagte Martin Kaiser, Leiter der Klimakampagne von Greenpeace International, gegenüber der Deutschen Welle. Kopenhagen habe gezeigt, dass die Staats- und Regierungschefs nicht bereit seien, die notwendigen drastischen Maßnahmen zur Einhaltung des 2-Grad-Zieles zu treffen.


Basisaktivisten treffen sich in Cochabamba. (Foto: G. Dilger)

"Die Vereinten Nationen stehen mit dem Scheitern von Kopenhagen vor einer imennsen Aufgabe", so Kaiser. Deshalb könne es der UNO nur Recht sein, wenn gerade aus einem der ärmeren Länder der Welt ein neuer Impuls für den weltweiten Klimaschutz kommt. Interessant sei die Idee, nicht über die ökonomischen Auswirkungen von Klimaschutz zu reden, sondern ein "Recht der Mutter Erde" zu definieren, dem sich alle ökonomischen Interessen unterzuordnen haben.

2001 fand im brasilianischen Porto Alegre das erste Weltsozialforum statt. Initiiert als Gegenstück zum Weltwirtschaftsforum von Davos, ist das Weltsozialforum nun ein Symbol für die Bewegung der Globalisierungskritiker. Die "Weltkonferenz der Völker" in Bolivien könnte sich ebenso zu einem Symbol für die Bewegung der Menschenentwickeln, die den Industrieländern ein mangelndes Engagement im Klimaschutz vorwerfen.

© klimaretter.info/reni

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