Keine Klimahilfen für arme Länder?


Germanwatch, Greenpeace, Oxfam und WWF wollen herausgefunden haben, dass die Bundesregierung im Haushalt 2011 keine finanziellen Hilfen für die Bekämpfung der Folgen des Klimawandels in Entwicklungsländern vorsieht. Das wäre ein Verstoß gegen international gemachte Vereinbarungen, kritisieren die Umwelt- und Entwicklungsverbände. In Kopenhagen habe Angela Merkel zugesichert, neue und zusätzliche Mittel bereitzustellen. Doch schon damals war auch in Regierungskreisen die Definition von Zusätzlichkeit umstritten: So betonte Entwicklungsminister Niebel am Rande der Kopenhagenkonferenz, dass „zusätzlich“ nicht bedeute, dass die zugesicherten Finanzhilfen auf die ohnehin geplanten Entwicklungshilfen draufgeschlagen werden.

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Protest in Kopenhagen: Nun wollen reiche Länder wie Deutschland auch noch ihre wenigen gegebenen Versprechen brechen.


Die Umwelt- und Entwicklungsverbände hingegen nehmen die Bundeskanzlerin beim Wort und fordern sie nun auf, ihr Versprechen einzuhalten. Ohnehin seien von den von Deutschland zugesicherten 350 Millionen Euro nur 70 Millionen Euro wirklich zusätzlich. Der Rest werde mit der Entwicklungshilfe verrechnet.

© wir-klimaretter.de/sg

Mehr zur Klimakonferenz in Bonn in unserem Dossier

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