Die Dinos von Bonn: Japan und Russland
Zum Ende der dreitägigen Klimagespräche in Bonn kommt doch noch einmal ein bisschen COP15-Stimmung auf: Das Climate Action Network CAN verleiht den Fossil of the Day, den Negativpreis für die größten Bremser auf dem Weg zu einem neuen Klimaabkommen.
Den ersten Platz teilen sich Russland und Japan: Die beiden Dinos haben sich in der Kyoto-Gruppe in Bonn wiederholt dafür ausgesprochen, dass das UN-Klimasekretariat eine Analyse der Reduktionsangebote der Industrieländer vorlegt, wie es zuletzt die AOSIS-Staaten gefordert haben. Herauskommen würde dabei nämlich sehr klar, dass die reichen Länder weit davon entfernt sind, das zwei-Grad-Ziel einzuhalten, wenn es bei den derzeit vorliegenden Zahlen bleibt.
Auf dem zweiten Platz stehen Saudi-Arabien für das wiederholte Blockieren von Fortschritt: Die Saudis behindern das Prozedere wo sie können, so die Fossil-Jury, und haben in Bonn alles daran gesetzt, die Vorsitzende der Arbeitsgruppe unter der Klimarahmenkonvention zu behindern.
Der dritte Platz geht an Kanada: Das einzige Land, dass es geschafft hat, sein ohnehin niedriges Klimaziel für den Copenhagen Accord noch einmal herunterzudrücken.
© wir-klimaretter.de/sam
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