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Energiesparen wird zur Pflicht

Neben dem Aus für die Glühbirne (HIER lesen Sie mehr) bringt die neue Ökodesign-Richtlinie der EU weitere Energie-Ersparnisse in den Mitgliedsländern. In den kommenden Jahren treten weitere Regeln der sogenannten Ökodesign-Richtlinie der EU in Kraft, die den Markt für Elektronikgeräte nach und nach verändern werden - und so das Klima schützen helfen. Hier eine Auswahl.

STAND-BY-SCHALTUNGEN: Ab Jahresanfang gelten für den  Stromverbrauch neuer Haushalts- und Bürogeräte in der "Schlummer-Schaltung", dem so genannten Stand-by-Modus, neue Energie-Grenzen. Besitzen elektrische Geräte noch eine Anzeige oder reagieren zum Beispiel weiterhin auf Signale einer Fernbedienung gilt eine Grenze von zwei Watt. Sind sie komplett ausgestellt, muss - falls sie nicht vom Netz getrennt sind - dieser Wert unter einem Watt liegen. Die Werte werden 2013 auf ein und 0,5 Watt abgesenkt, sofern nicht für einzelne Produkte spezielle Termine gelten.

FERNSEHER: Jeder neu auf den Markt kommende Fernseher soll ab 20. August 2010 maximal nur noch so viel Strom verbrauchen wie ein heute verkauftes Durchschnittsgerät - technisch ist das keine Herausforderung für die Hersteller. Von April 2012 an muss die Energieeffizienz 20 Prozent über dem heutigen Durchschnitt liegen. Die Vorgaben für einzelne Modelle hängen von der Bildschirmgröße ab.

kche-bund.jpgKÜHL- UND GEFRIERSCHRÄNKE: Für Kühl- und Gefrierschränke gelten neue Verbrauchsobergrenzen ab Juli 2010. Geräte der heutigen Energieklassen "A" bis "G" verschwinden dann vom Markt, alles was unter "A+" oder "A++" liegt, ist nicht zukunftsfähig. Der Klimaeffekt: Ein in drei Jahren verkaufter Kühlschrank muss demnach mindestens 20 Prozent Kohlendioxid gegenüber einem heute auf dem Markt angebotenen Durchschnittskühlschrank einsparen.

EXTERNE NETZTEILE: Solche Geräte wandeln den Strom aus der Steckdose auf eine niedrigere Voltzahl um, wie es für viele Haushalts- und Bürogeräte nötig ist - zum Beispiel bei Computern oder Telefonen.  Für den Anwender nahezu nicht fühlbar, geht dabei Energie in Form von Wärme verloren. Die neuen Vorgaben der Ökodesign-Richtlinie sehen vor, dass die Stromverluste solcher externen Netzteile bis 2020 schrittweise um fast ein Drittel verringert wird. Start hierfür: April 2010.

[Erklärung]  
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