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Strenge Verbrauchsgrenzen: Die USA lenken um

US-Präsident Barack Obama will schärfere Umweltauflagen für Autos. Am Dienstag wird Obama nach Medienberichten neue Regeln zu Verbrauch und Kohlendioxid-Emissionen festsetzen.

Das soll die Produktion effizienter Autos voranbringen und insgesamt 1,8 Milliarden Barrel Öl und damit 900 Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, entspricht das 177 Millionen Autos weniger auf den Straßen oder 194 geschlossenen Kohlekraftwerken.

Angelehnt sind dieses neuen Standards offenbar an Kalifornien. Der US-Staat setzt sich seit Jahren für scharfe Kohlendixoxid-Obergrenzen ein, scheiterte jedoch unter der Bush-Administration bislang mit der Durchsetzung dieser Regelungen. Sie sehen vor, die Emissionen von Schadstoffen durch Autos und Kleinlastwagen bis 2016 um 30 Prozent zu senken.

Diese Regelung will Obama offenbar übernehmen: Um die Reduktion von 30 Prozent zu erreichen setzt der US-Präsident auf die Regelung des Verbrauchs: Durchschnittlich sollen Autos im Jahr 2016 nicht mehr als eine Gallone Benzin pro 35,5 Meilen verbrauchen dürfen, also etwa 6,5 Liter auf 100 Kilometern. Zum Vergleich: Aktuelle Modelle verbrauchen durchschnittlich 9,4 Liter. Die neuen Auflagen sollen bereits ab 2012 in Kraft treten.

Die Initiative sei einer der wichtigsten Schritte im Kampf gegen den Klimawandel, zitiert AFP Carl Pope, den Geschäftsführerder amerikanischen Umweltorganisation Sierra. Auch Autobauer wie General Motors (GM) oder Chrysler begrüßten das Vorhaben: Die Autobilindustrie könne sich mit einheitlichen Regeln für alle US-Staaten auf die Entwicklung verbrauchsarmer Fahrzeuge konzentrieren.

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