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Vattenfall wird Klimafreund - aber nur in Berlin

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Nun ist es wohl endgültig: Vattenfall will auf den Neubau seines umstrittenen Kohlekraftwerks "Klingenberg" im Stadtteil Lichtenberg verzichten. Gleichlautend berichten heute Tagesspiegel und Berliner Morgenpost, was in der letzten Woche schon die Hauptstadtgrünen vermeldet hatten: Der schwedische Konzern, der in Brandenburg in großem Stil die klimakillende Braunkohle verstromt, knickt in der Großstadt vor den massiven Umweltprotesten ein. 

Am gestrigen Dienstag stellten Vattenfall-Vertreter dem rot-roten Senat ihr Energiekonzept vor, morgen soll es veröffentlicht werden. Offiziell verlautete nichts über den Inhalt des Treffens. Die beiden Lokalzeitungen schreiben aber übereinstimmend, dass statt der Kohlendioxidschleuder in Lichtenberg nun zwei hocheffiziente Gasheizkraftwerke in Lichterfelde und Hellersdorf-Marzahn gebaut würden. Am bisherigen Lichtenberger Standort Klingenberg seien zudem zwei kleinere Biomassekraftwerke geplant. Ein Steinkohle-Heizkraftwerk ("Reuter C") in Spandau am westlichen Stadtrand solle dagegen bis 2020 stillgelegt werden. 

"Nach der Abkehr von den Kohleplänen bietet Vattenfall dem Land Berlin nun eine Klimaschutzvereinbarung an", schreibt die Morgenpost weiter. Bis 2020 wolle der Konzern seine CO2-Emissionen um 15 Prozent reduzieren – das wären rund eine Million Tonnen. 

Für Mittwochmittag haben die Gegner des Kohlekraftwerks zu einer "Siegesfeier" vor das Rote Rathaus eingeladen. 

[Erklärung]  
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