Deutschland bleibt Braunkohle-Weltmeister
Die deutsche Energiewirtschaft bleibt ein Problem: Auch 2007 wurde der meiste Strom aus Braunkohle gewonnen. Nach eigenen, aktuellen Berechnungen der deutschen Braunkohlenindustrie erreichte die Braunkohle einen Anteil von 24,5 Prozent an der Bruttostromerzeugung "und übernahm damit erstmals seit 1991 wieder die Führungsrolle in der Stromerzeugung", so der Bundesverband Braunkohle.
Beim Verfeuern einer Tonne Braunkohle entsteht etwa 1 Tonne Kohlendioxid, wenn Förderung und Transport einbezogen werden - soviel wie bei keinem anderen Energieträger. Die inländischen Braunkohlen- Kraftwerke steigerten 2007 ihre Produktion um rund 3 Prozent auf 156 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh), gefördert wurden rund 2 Prozent mehr: 180,4 Millionen Tonnen. Macht mindestens 180 Millionen Tonnen Kohlendioxid.
Damit ist die Bundesrepublik der mit Abstand größte Braunkohlenutzer weltweit. Auf Platz zwei folgen die USA mit weniger als der Hälfte Fördertonnen (2005: 75 Millionen Tonnen), gefolgt von Rußland (74,8), Griechenland (69,1) und Australien (66,9). Übigens ist Deutschland seit annähernd 100 Jahren Spitzenreiter der Braunkohleverstromung. Pro Kopf dürfte allerdings Tschechien aktuell Spitzenreiter sein: Das 10 Millionen-Volk verfeuerte 2005 knapp 45 Millionen Tonnen.
Der Anteil der Atomenergie an der Stromerzeugung in Deutschland fiel im vergangenen Jahr wegen verschiedener Pannen (Krümmel, Brunsbüttel, Biblis) und langfristiger Anlagenstillstände um rund 4 Prozentpunkte auf 22,1 Prozent. Steinkohle trug als Brennstoff mit 22,8 Prozent zur Stromerzeugung bei, Atomstrom kam nur noch auf Rang drei bei der Stromerzeugung. Auf die Erneuerbaren Energien entfielen 14,1 Prozent und auf Erdgas 11,7 Prozent.
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