Rückschlag für unterirdische co2-Speicherung
Große Hoffnungen setzt die Energiebranche - und insbesondere die Kohlebranche - auf die sogenannte CCS-Technogogie: "Carbon Capture and Storage" heißt sie auf Englisch, mit ihr soll Kohlendioxid aufgefangen ("capture") und unter der Erde eingelagert ("storage") werden. Klimakillende Kohlekraftwerke, so das Versprechen, könnten dadurch "co2-frei" werden. Vattenfall und RWE beispielsweise arbeiten derzeit an Pilotprojekten, mit denen sie schon lange vor der Fertigstellung ihre Werbekampagnen bestücken.
In großem Maßstab ist die Technologie, das räumt Branche ein, frühestens 2020 verfügbar. Immer wieder wird auf Erfahrungen in Norwegen verwiesen. Aber dort, berichtet nun die taz, sind gerade zwei Projekte gestoppt worden. Begründung: Es sei unmöglich, ein solches Kraftwerk mit der teueren Reinigungs- und Lagertechnik wirtschaftlich zu betreiben.
Vor einem Jahr, erinnert die taz, habe das noch ganz anders geklungen: Ministerpräsident Jens Stoltenberg, Chef einer rot-grünen Koalition, hatte in seiner Neujahrsansprache die Pläne zur co2-Deponierung als norwegisches "Mondlandungsprojekt" präsentiert.
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