Kahlschlag für eine neue Landebahn
Umweltschützer halten das Camp im Kelsterbacher Wald seit Mai letzten Jahres besetzt
Jährlich starten und landen etwa eine halbe Million Flugzeuge am Rhein-Main-Flughafen. Laut Planfeststellungsbeschluss will Fraport seine Kapazitäten auf mindestens 700.000 Flugbewegungen im Jahr steigern. Jährlich werden hier bereits jetzt 5,6 Millionen Kubikmeter Kerosin in die Flugzeugtanks gepumpt und damit ein Kohlendioxid-Ausstoß von 53 Millionen Tonnen Kohlendioxid verursacht.
Die neue Start- und Landebahn soll 2011 in Betrieb gehen. Seit Mai letzten Jahres protestieren Aktivisten von Bürgerinitiativen, Kommunen und Umweltorganistionen mit der "Besetzung" des Kelsterbacher Walds dagegen, klimaschützenden Wald abzuholzen um klimaschädlichen Flugverkehr zu fördern. Robin Wood kündigte an, die Auseinandersetzungen um den Flughafen werden weitergehen – auch wenn Teile des Waldes voraussichtlich bereits in den nächsten Tagen der Axt zum Opfer fallen werden.
Massive Proteste gegen den Ausbau des Flugverkehrs gibt es derzeit auch von Umweltschützern in Großbritannien: Erst am Donnerstag genehmigte die britische Regierung den Ausbau des Londoner Flughafens Heathrow, wo 2020 eine dritte Startbahn in Betrieb gehen. Zuletzt hatte die Umweltorganisation Greenpeace den Kauf eines fußballfeldgroßen Stücks Land auf der Fläche der geplanten Landebahn initiiert. Das Feld soll in mehrere tausend Parzellen aufgeteilt und an Klimschützer weiterverkauft werden, um den Bau der Start- und Landebahn zu verhindern.
Mehr Informationen zum Protestcamp im Kelsterbacher Wald finden
Sie beim Bündnis
der Bürgerinitiativen Kein Flughafenausbau und über den
Blog der
Waldbesetzer
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