Ökostrom für Berlin
Nachricht
"Jetzt im Januar werden die neuen Stromlieferverträge für das Land Berlin, also auch für alle Berliner Hochschulen, ausgeschrieben - die Beschaffung von 100 Prozent Ökostrom ist möglich", erklärt die Initiative Grüne Uni. Die Senatsverwaltung für Finanzen werde über die Vergabekriterien entscheiden, "weshalb wir als Angehörige der Hochschulen uns mit einem offenen Brief an Finanzsenator Sarazin wenden".
Einen solchen schrieben auch der BUND und Weed. "Eine Ökostromausschreibung ist nach geltendem Recht problemlos möglich", begründet BUND-Klimaexperte Ulf Sieberg. Es sei eine Frage des politischen Willens sowie der ökologischen und ökonomischen Vernunft. "Wir sind gespannt, ob der Senat diese aufbringt". Peter Fuchs von Weed: "SPD-Finanzsenator Thilo Sarrazin wird eine Stromliefermenge von rund 925 Gigawattstunden pro Jahr ausschreiben, was einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 330 000 Haushalten entspricht. So ein Auftrag darf nicht nach dem Motto 'Geiz ist geil' vergeben und dem Kohle- und Atommonopolisten Vattenfall zugeschustert werden".
Der Vize-Fraktionsvorsitzende der Berliner Grünen, Michael Schäfer, forderte den Senat auf, endlich auf Ökostrom umzusteigen und mit einer fortschrittlichen Ausschreibung die erneuerbaren Energien zu fördern. Die Kosten der reinen Stromlieferung von Ökostrom ohne Netznutzungsgebühren seien schon heute kaum höher als die Kosten für konventionell erzeugten Strom.
Be erneuerbar, Be Berlin - die Initiative "Grüne Uni" hat einen Mitmachbrief verfasst. In diesem heißt es: "Mittlerweile haben mehr als eine Million Privathaushalte, viele Unternehmen, das Bundesumweltministerium und der Stadtstaat Bremen für sich die Energiewende eingeleitet – Sie sollten dies nun für die Hauptstadt Berlin tun!"
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