Stromkonzerne wettern gegen Emissionshandel
Angesichts der Pläne der Europäischen Union für den Emissionshandel ab 2013 drohen die Energiekonzerne Rwe und Eon mit weiteren Strompreiserhöhungen. Mit den teuren Kohlendioxid- Zertifikaten seien nicht nur zusätzliche hohe Kosten verbunden, sondern auch Wettbewerbs-Verzerrungen zugunsten der Energieversorger in Frankreich, so der Rwe-Chef Jürgen Großmann am Donnerstag.
Derzeit wird der Großteil der Zertifikate noch kostenlos zugeteilt, von den Unternehmen jedoch bereits in ihren Strompreis mit einberechnet. Ab 2013 sollen Energieunternehmen ihre Verschmutzungsrechte in vollem Umfang ersteigern. Gegen Ausnahmen der Energiekonzerne von der kostenpflichtigen Ersteigerung der Zertifikate hatte sich auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) ausgesprochen. Eon-Vorstandschef Wulf Bernotat forderte dagegen wie Rwe-Chef Großmann, für die Energiekonzerne eine Übergangsphase bis 2020 zu schaffen.
Stromkonzern Rwe hatte sich am Sonntag am Rande einer Veranstaltung der Zeit im Deutschlandradio bereits zum Thema Kohlekraft zu Wort gemeldet: Mit zusätzlichen Investitionen von 10,4 Milliarden Euro innerhalb der nächsten fünf Jahre will RWE dem Staat in Sachen Konjunktur hilfreich unter die Arme greifen – wenn eine Rechtssicherheit für Kohlekraftwerke geschaffen würde. Deutschland besitze einen relativ alten Kraftwerkspark, so Großmann, dieser könnte effizienter werden und auch ökologisch verbessert werden. In der sich abzeichnenden Konjunkturkrise sei dies ein wichtiger Schritt zur Ankurbelung der Wirtschaft.
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