Grundsteine für zwei neue Kohlekraftwerke
Der französisch-belgische Energiekonzern Electrabel hat am Freitag den Grundstein seines neuen Kohlekraftwerks in Wilhelmshaven gelegt. 2012 soll der 800 Megwatt-Block Strom ins Netz einspeisen. Der Vertrag zum Netzanschluß durch Eon war im Juni unterschrieben worden. Für die Anbindung des Kraftwerks ist der Ausbau des Übertragungsnetzes erforderlich. Von Wilhelmshaven bis Conneforde plant Eon Netz eine rund 45 Kilometer lange 380-kV Höchstspannungsleitung zur Integration der Kraftwerksleistung in das Stromnetz. Das Planfeststellungsverfahren für die Anschlussleitung wurde von Eon Netz bereits Ende 2007 beantragt.
Electrabel - Jahresumsatz 15 Milliarden Euro - will zudem in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) und im niedersächsischen Stade zwei weitere Steinkohlekraftwerke bauen. Der Wuppertaler Stadtrat hatte am Dienstag einen 20 Jahre laufende Vertrag zur Stromabnahme aus Kohlekraftwerken in Norddeutschland mit Electrabel unterschrieben, und 30 Prozent seiner Stadtwerke an Electrabel verkauft.
Und auch in Karlsruhe wurde ein Grundstein für ein neues Kohlekraftwerk gelegt. Im Rheinhafen soll das 900 Megawatt-Kraftwerk ab 2011 Strom liefern. An beiden Standorten demonstrierten Klimaschützer. Nach ihren Berechnungen werden beide Blocks jährlich je rund 6 Millionen Tonnen Kohlendioxid zusätzlich in die Atmosphäre abgeben wird.
Gebaut wird derzeit in Boxberg (Braunkohlekraftwerk), Neurath (Braunkohle), Datteln, Hamm (1.600 Megawatt Steinkohle), Lünen (750-Megawatt, Steinkohle), Duisburg und Morrburg (1.600 Megwatt, Steinkohle). Zudem wurde vor Jahresfrist in Herdecke ein neues 400-Megawatt starkes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk eingeweiht.
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