Kraftwerksbesetzer auf Baukränen
40 AktivistInnen des Hamburger Klimacamps protestierten am gestrigen Mittwochabend auf der Baustelle des umstrittenen Kraftwerks Moorburg. Fünf Klimaschützer kletterten auf einen Baukran und brachten ein Transparent mit der Aufschrift "Stromkonzerne enteignen" an. Die Bauarbeiten wurden während der Proteste auf dem Gelände unterbrochen. 
Gegenstrom08-AktivistInnen von der Polizei eingekesselt
"Mit jedem Tag, an dem die Baustelle läuft, schafft Vattenfall Fakten gegen den Willen der Mehrheit der Hamburger Bevölkerung", sagt Christoph Kleine von der Gruppe Gegenstrom08. Ginge das Kohlekraftwerk tatsächlich in Betrieb stiege der Kohlendioxid-Ausstoß Hamburgs um geschätzte 40 Prozent.
Nachdem die überraschende Besetzung bekannt wurde, brachen mehr als 100 weitere DemonstrantInnen zur Baustelle auf: Die Polizei riegelte jedoch bereits die Baustelle ab. Zahlreiche AktivistInnen wurden vorläufig in Gewahrsam genommen. Erst nach mehreren Stunden konnte die Polizei die Kundgebung vollständig auflösen. Die DemonstrantInnen zogen zurück zum Klimacamp - vorerst: "Am Samstag kommen wir mit dem Vielfachen an BesetzerInnen zurück", kündigt Felix Pithan von Gegenstrom08 an.
Weil für die am 23. August geplante Besetzung der Kraftwerks- baustelle in Moorburg ein großes Polizeaufgebot erwartet wird, hatten sich die AktivistInnen schon gestern entschlossen durch unangekündigte Proteste auf dem Baugelände ein Signal zu setzen. "Vattenfall hat gesagt: Der Protest endet am Bauzaun. Das haben wir widerlegt", so Christoph Kleine. Die Besetzung der Baustelle des Kohlekraftwerks Moorburg gilt als Höhepunkt des Hamburger Klimacamps.
Mehr dazu im Klimacamp-Blog auf wir-klimaretter.de
Foto: indymedia
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