Inselstaat Samoa setzt auf Wasserstoff
"Samoa ist gegründet auf Gott" - so heißt der Wahlspruch des pazifischen Inselstaates Samoa. Die Heimat von knapp 200.000 Menschen besitzt kein Öl, kein Gas, keine Kohle. Um die Stromversorgung zu sichern, müssen daher jährlich 15 Millionen Liter Diesel über tausende von Kilometern eingeschifft werden. Doch die Samoaner hatten eine Idee: Sie begannen, ihren Treibstoff auf der Basis von Kokosnussöl selbst zu produzieren. Dies aber war erst der Anfang: Auch über die Nutzung von Wasserstoff und Brennstoffzellen kommt für die eigenständige Energieversorgung des Inselstaates in Betracht.
Manager Samoaner Muaausa Joseph Siegfried Walter, dessen Name noch von der deutschen Kolonisation zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeugt, will jetzt Samoa - so groß ist wie das Saarland- zum Modell für die Nutzung alternativer Energiekonzepte umbauen. Aufgrund des rapiden Wirtschaftswachstums im Inselstaat wird immer mehr Energie benötigt. „Wir haben uns der Nutzung erneuerbarer Energien verschrieben, ob aus biologischen Ressourcen, ob aus Wind und Wasserkraft, Wasserstoff und Brennstoffzellen – jedes sinnvolle Konzept ist für uns interessant“, erläutert Muaausa Joseph S. Walter, General Manager der "Electric Power Corporation". Biomasse sei auf den grünen Inseln reichlich vorhanden, aber auch die Abfallstoffe der ausgepressten Kokosnüsse können verwendet werden, um Strom zu erzeugen: Die faulende Biomasse erzeugt Gas, das wiederum in einer Brennstoffzelle zu Strom umgewandelt werden kann.
Die "Electric Power Corporation" ist das einzige Energieversorgungsunternehmen Samoas und verantwortlich für die gesamte Erzeugung, Übertragung und Verteilung von Elektrizität. Aufgrund der exponierten Lage ist der Strom in Samoa relativ teuer, so dass Energiesparen eine Selbstverständlichkeit ist, ebenso wie die stete Suche nach geeigneten alternativen Energiequellen. Samoa will etwa führend bei der Nutzung der Wasserstofftechnologie werden.
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