Klimaschutz: Alle warten auf Deutschland

BildNeuwahlen sind nach dem Scheitern von "Jamaika" eine mögliche Option. Das könnte bedeuten, dass Deutschland noch lange keine handlungsfähige Regierung  bekommt. Das hätte gravierende Folgen für den internationalen Klimaschutz.
Von Friederike Meier

Die atomare Auferstehung

BildDie Zahl der Atomkraftwerke sinkt kontinuierlich und weltweit werden immer weniger neue Reaktoren gebaut. Das zeigt ein Statusbericht zur nuklearen Energie. Doch Experten warnen vor Wiederbelebungsversuchen politischer und wissenschaftlicher Eliten in den USA und Europa.  
Aus Berlin Sandra Kirchner

Keystone XL in Nebraska genehmigt

BildDer US-Bundesstaat erlaubt allerdings nicht die Lieblingsroute des Konzerns Transcanada

EU will Spritverbrauch kontrollieren

BildDie EU-Kommission fordert für Neuwagen Messgeräte, die den Spritverbrauch anzeigen

"Ich will, dass wir Grünen mitregieren"

BildEine Jamaika-Koalition hätte wichtige Weichen für den Klimaschutz stellen können, sagt Annalena Baerbock, klimapolitische Sprecherin und Teil des Sondierungsteams der Grünen – auch wenn es nach wochenlangen Verhandlungen keine Einigung der vier Parteien auf einen Kohleausstieg gab. Anders als die FDP hätten die Grünen die Gespräche trotz aller Differenzen fortführen wollen.
Interview: Susanne Schwarz

"Keine Deckel für Wind und Sonne"

BildIn den energiepolitischen Debatten ging es zuletzt vor allem um den Kohleausstieg – wer aber eine erneuerbare Energiewende will, muss das EEG erhalten, die Ausbauschranken für Wind und Photovoltaik abschaffen und dafür streiten, dass zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft bereitgehalten werden, fordert der Präsident des Bundesverbandes Windenergie Hermann Albers.
Interview: Jörg Staude

"Schwarz-Grün wäre nicht das Schlechteste"

BildDie Unionsparteien haben sich während der Sondierungen den Grünen angenähert, sagt Energieexpertin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Weil sich die Parteien fast durchgängig zu den Klimazielen für 2020 bekannt haben, müssen jetzten Taten folgen, sonst wird die Energiewende teuer.
Interview: Joachim Wille

Brexit: London erpresst mit Klimapolitik

BildNach einem Zeitungsbericht will Großbritannien die EU-Klimapolitik blockieren, um seine Position in den Brexit-Verhandlungen zu stärken

Moore, Orchideen und Paludikultur

BildMoore werden nicht nur von Autobahnbauern unterschätzt, sondern auch im weltweiten Klimaschutz. Wie schwierig dieser Schatz zu hüten und als effiziente CO2-Senke zu heben ist, zeigte sich beim Bonner Weltklimagipfel.
Aus Bonn Jörg Staude

Merkels Debakel

Bild"Jamaika" ist gescheitert. Profilsucht und das Unvermögen, politische Feindschaften zu überwinden, machten eine Einigung unmöglich. Die größte Verantwortung für das Jamaika-Debakel hat die Kanzlerin. Sie hat es versäumt, die Partner in spe auf eine Vision der Gesellschaft im Klimaschutz-Jahrhundert einzuschwören.
Ein Kommentar von Joachim Wille

"Jamaika": Aus wegen Klima und Energie

BildDie FDP lässt die Sondierungen für eine Koalitionsregierung mit Union und Grünen am späten Sonntagabend platzen. Auch die nochmalige Verlängerung der Gespräche bringt  keine Ergebnisse. Die Parteien können sich in der Klima- und Energiepolitik genauso wenig einigen wie in der Migrationspolitik.
Von Sandra Kirchner

Schwerfälliger Start, schützende Hand und eine verdiente Auszeichnung

BildKalenderwoche 46: Bei den Sondierungen treffen verschiedene Weltanschauungen und Lebenseinstellungen aufeinander, sagt Jens Mühlhaus, Vorstand der Green City Energy AG und Mitherausgeber von klimaretter.info. Es ist gut, dass konstruktiv über die Klima- und Energiepolitik der Legislaturperiode verhandelt wird. Um einen raschen, gut durchdachten Zeitplan für den Kohleausstieg kommt die nächste Regierung nicht herum.

Die Auferstehung für CCS

BildEin neuer Vorstoß soll die umstrittene Technik zur Abscheidung und Speicherung von CO2 hoffähig machen. Auch renommierte Klima-Institute und Umweltorganisationen unterstützen die Initiative.
Eine Kolumne von Joachim Wille

VW will Milliarden in E-Mobilität investieren

Bild2025 will der Autobauer bei der Elektromobilität weltweit führend sein

"Wir haben längst den Notstand erreicht"

BildDer bekannte US-Klimaforscher und Aktivist James Hansen sieht die Welt noch immer auf einem schlechten Weg im Kampf gegen die Erderwärmung. Abhilfe könnte eine CO2-Abgabe schaffen.
Interview: Sandra Kirchner

"Eben ein Meeting"

BildDer 23. Weltklimagipfel ist vorbei. Viele kleinteilige, technische Fragen zur Umsetzung des Pariser Weltklimaabkommens haben die Diplomaten und Politiker geklärt, der große Wurf blieb erwartungsgemäß aus. Reicht das? Stimmen vom Konferenzparkett.
Protokolliert von Susanne Schwarz und Jörg Staude

Ostdeutsche Länder bei Energiewende vorn

BildNach der Abschaltung alter Braunkohlekraftwerke boten die Erneuerbaren ökonomische Perspektiven. Im landesweiten Vergleich liegt Baden-Württemberg vorn

Das sind die wichtigsten Bonn-Ergebnisse

BildDer 23. UN-Klimagipfel wird nicht als großer Durchbruch in die Geschichte eingehen. Aber die Beschlüsse legen ein Fundament für die "Gebrauchsanleitung" zum Paris-Abkommen. Die soll schon auf der nächsten Klimakonferenz in einem Jahr in Katowice verabschiedet werden. Klimaretter.info fasst die wichtigsten Ergebnisse von Bonn zusammen. 
Aus Bonn Susanne Götze, Christian Mihatsch, Susanne Schwarz und Jörg Staude

Klimagipfel stärkt Frauenrechte

BildEin Aktionsplan für Frauen ist auf der Klimakonferenz in Bonn verabschiedet worden. Ein Fortschritt, denn der Plan soll die Rolle von Frauen stärken – in der Klimapolitik und als Klimaschützerinnen. Fraglich ist aber noch die Durchsetzung.
Von Sandra Kirchner

"Wir brauchen Instrumente mit Zähnen"

BildBei der Kohleverstromung in Deutschland 7.000 Megawatt abzuschalten, wie es sich Kanzlerin Merkel mit "Jamaika" vorstellen kann, reicht als erster Schritt nur aus, wenn dazu ein Gesamtpaket für den Energiesektor geschnürt wird. In das packt Umweltökonom Ottmar Edenhofer noch einen europäischen CO2-Mindestpreis und eine Reform der Energiebesteuerung.
Interview: Joachim Wille