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Stickstoffdioxid (NO₂), Stickoxide (NOₓ)

Stickstoffdioxid (NO2) – nicht zu verwechseln mit dem Treibhausgas Distickstoffoxid (N2O, --> Lachgas) – ist ein rotbraunes, giftiges, stechend chlorähnlich riechendes Gas, das als Spurengas in der Atmosphäre mit den höchsten Werten in Bodennähe vorkommt. Der Stoff reizt die Schleimhäute von Tier und Mensch, kann die Atemwege schädigen sowie Kopfschmerz und Schwindel auslösen. Zudem gibt es Anhaltspunkte für eine krebserregende Wirkung.

Auch für die Flora ist das Gas schädlich: Es trägt zum sauren Regen bei und behindert das Pflanzenwachstum. Zudem beschleunigt es die Verwitterung von Gebäudefassaden aus Naturstein.

Stickstoffdioxid sowie Stickstoffmonoxid (NO) und weitere Oxide des Stickstoffs werden als Stickoxide (NOx) zusammengefasst. Stickoxide als Anteil in der Luft entstehen hauptsächlich auf --> anthropogenem Weg. Sie sind ein Produkt der Verbrennung fossiler Energieträger wie Gas, Kohle und Öl und sind unter anderem Bestandteil der Abgase von Kraftfahrzeugen.

Aufgrund ihrer schädlichen Wirkung auf Lebewesen und Umwelt gibt es politische Strategien zur Senkung des Anteils von Stickstoffdioxid und anderer Stickoxide in der Atemluft. In der Europäischen Union ist ein NO2-Schwellenwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft als Maximum festgelegt. Der Wert ist seit 2010 durch eine EU-Richtlinie rechtlich bindend, die nationale Umsetzung in den Mitgliedsstaaten sollte bis 2015 abgeschlossen sein. Vor allem in Städten und Ballungsräumen mit hohem Verkehrsaufkommen wird dazu politisch reguliert – oder auch nicht, wenn die Institutionen versagen. Übliche Maßnahmen sind Geschwindigkeitsbegrenzungen im Straßenverkehr oder ein Verbot von Autos mit hohem Abgasausstoß in den betroffenen Bereichen.

Wikipedia: Stickstoffdioxid
Wikipedia: Stickoxide

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