Votet jetzt!
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

SPD will ein Klimaschutzgesetz

Nach dem Vorbild Großbritanniens will auch die SPD auch in Deutschland Klimaschutz juristisch bindend machen und mit einem Gesetz Reduktionsziele und Sanktionsmechanismen verankern. Zwar gibt es offene Frage, aber noch in diesem Jahr soll ein Vorstoß im Bundestag gestartet werden.

Aus Berlin NICK REIMER

Wie sich Zeiten ändern zeigte der gestrige Mittwoch im Deutschen Bundestag: Guido Westerwelle scheint ein Stoßgebet gen Himmel zu senden. Soeben hat die Kanzlerin in ihrer Regierungserklärung gesagt "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa"  und um Unterstützung für Transaktionssteuer und Griechen-Paket geworben. Was die Globalisierungskritiker von Attac bereits vor zehn Jahren vorgeschlagen haben, soll ausgerechnet Westerwelles FDP nun umsetzen.

"Natürlich hätten wir auch einen Gesetzestext im Bundestag einbringen können", sagt am gleichen Tag Matthias Miersch, der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestags-Fraktion. Hat die SPD aber nicht. Stattdessen wurde zu einer "Konferenz zum Klimaschutzgesetz" eingeladen. Denn erstens werden unten im Plenum gerade "wichtigere" Dinge bestritten, etwa der Rettungsschirm oder das Griechenlandpaket. Zweitens hat die SPD mittlerweile begriffen, dass sie nach zwölf Jahren Regierungsverantwortung nun auf die Oppositionsbank wechseln musste und Gesetze nicht mehr beschließen kann.

spd-gb
Der britische Botschafter in Berlin, Sir Michael Arthur, beschrieb das Vorbild Großbritannien. (Fotos: Reimer)

Drittens schließlich "wollten wir einen anderen Ansatz wählen", sagt Miersch: Zuerst in den Umwelt- und Lobbyverbänden die Idee eines Klimagesetzes diskutieren, dort um Unterstützung werben und dann sich mit dem präparierten Gesetzestext ins parlamentarische Verfahren begeben. Deshalb also an diesem Mittwoch das breit angelegte "Hearing" im Otto-Wels-Saal des Bundestages, oben auf der "Ebene 3", die eigentlich für die Fraktionen bestimmt ist.

Ein Klimaschutzgesetz nach britischem Vorbild

"Wer an Klimaschutz denkt, denkt zuerst an Deutschland", erklärte Sir Michael Arthur, Botschafter seiner Majestät in Berlin. "Deshalb fühle ich mich geehrt, heute hier zu reden". Was wiederum bestes britisches "understatement" ist: Seit 2008 haben die Briten nämlich mit dem "Climate Change Act" ein Klimaschutzgesetz, das einklagbar Emissionsminderungen festlegt. Und können der SPD deshalb erklären wie es geht.

Auch in Großbritannien ändern sich die Zeiten, auch auf der Insel regieren mittlerweile die Konservativen: Der neue Regierungschef David Cameron hat kurz nach Amtsantritt erklärte, er wolle "die grünste Regierung stellen, die je das Königreich regiert hat". Botschafter Michael Arthur erklärt am Mittwoch der SPD: "Politische Absichtserklärungen reichen nicht aus, um wirtschaftliche Rahmenbedingung entsprechend zu ändern".

Die Lösung: Ein Gesetz, das bis 2050 eine Reduktion der Treibhausgase um 80 Prozent gegenüber 1990 festschreibt und auch Zwischenschritte definiert: So muss Großbritannien bis 2020 beispielsweise seine Treibhausgas-Produktion um 34 Prozent mindern, bis 2012 sollen es minus 22 Prozent sein. Nach den letzten offiziellen Zahlen von 2007 liegt der britische Ausstoß mit 640 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten etwa 17,3 Prozent unter dem Stand des Jahres 1990.

spd-schell
Auch Professor Hans Joachim Schellnhuber sprach auf dem SPD-Hearing im Bundestag und verdeutlichte die dramatische Entwicklung der Erderwärmung.

Großbritannien setzt zur Kohlendioxid-Reduktion dabei nicht auf marktbasierte Mechanismen sondern auf "Planwirtschaft": "Es gibt ein Fünfjahresbudget, dass dem jeweiligen Sektor vorschreibt, wieviel er seine Treibhausgase reduzieren muss", erklärt der Botschafter. Kontrolliert wird die dazu notwendige Gesetzgebung von einem Commitee on climate chance, "einem Beratergremium aus unabhängigen, nichtparlamentarischen Sachverständigen", erläutert der Botschafter seiner Majestät. Dieses Gremium legt regelmäßig Fortschrittsberichte vor, damit klar wird, ob die Politik auf dem richtigen Weg ist.

Neben der Politik habe das Gesetz aber auch die öffentliche Wahrnehmung verändert. "Es wird heute in Großbritannien viel stärker über Klimaschutz debattiert als noch vor Jahren", so der Botschafter. Und da kam er dann wieder auf das Vorbild Deutschland zurück: "Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien sind sie Vorreiter, weshalb wir das Erneuerbare-Energiengesetz jetzt auch nach Großbritannien importiert haben".

"Das freie Spiel der Kräfte des Marktes funktioniert nicht"

Das war dann wieder das Stichwort für die SPD. "Wenn man sich anguckt, wie Union und FDP die Solarförderung oder das Marktanreizprogramm zusammen streichen, dann bleibt nur zu konstatieren, diese Politik läuft in die falsche Richtung", sagt SPD-Umweltpolitiker Miersch. Die Lehre der Finanzmarktkrise laute doch: "Das freie Spiel der Kräfte des Marktes funktioniert nicht". Deshalb sei ein Klimaschutzgesetz so wichtig, das "verbindliche Ziele festlegt und über ein Monitoring Transparenz schafft". Nur dann nämlich könne man sehen, ob man auf dem richtigen Weg sei, oder "welche Stellschraube verändert werden muss, um das Ziel zu erreichen".

SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber erläutert dann noch die offenen Fragen des SPD-Planes: "Ziele zu definieren ist das eine. Wir müssen aber beispielsweise noch klären, welche Sanktionsmechanismen wir dem Gesetz beiseite stellen". Auch sei noch nicht klar, wie das Gesetz einen Gleichklang zwischen der Politik in den Ländern und des Bundes erzielen kann.

erde-nasa
Wird von oben 2050 bestimmt noch genauso aussehen. Wie gemütlich es für die Spezies Mensch unten ist, hängt jedoch auch von einem deutschen Klimaschutz-Gesetz ab. (Foto: NASA)

Viel Arbeit also noch. Aber Kelber ist optimistisch: "Wir werden noch in diesem Jahr einen Antrag in den Bundestag einbringen."

Dann muss er aber schnell das SPD-Hearing verlassen und von Ebene 3 des Bundestages runter ins Plenum. Dort startet die Aktuelle Stunde zur Frage einer Bundesratsbeteiligung für die Laufzeitverlängerungen bei Atomkraftwerken. Erster Redner ist Kelber selbst. Soviel zur Macht der Ebenen.

 

Lesen Sie dazu auch einen Kommentar von Hermann Ott.

 

Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Guter Journalismus kostet

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Empfänger
Klimawissen e. V.
Kontonummer
1136852100
Bankleitzahl (BLZ)
430 609 67
 
GLS Gemeinschaftsbank
IBAN
DE63 4306 0967 1136 8521 00
BIC
GENO DE M 1 GLS
 

Werbung

Dies könnte Sie auch interessieren:

Donnerstag, 19. April 2012, 10:31 Uhr
Königreich meldet Minusrekord
Großbritannien hat die Bundesrepublik beim Klimaschutz längst überholt: Im vergangenen Jahr lag der britische Treibhausgas-Ausstoß knapp 30 Prozent unter dem des Jahres 1990. Das ist mehr gespart, als in Deutschland - und das, obwohl die Briten keinen Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft in ihre Bilanz einpreisen können.
Von Eva Mahnke und Nick Reimer [mehr...]
Montag, 17. Januar 2011, 08:49 Uhr
"Eine Schlüsselfrage für die Gesellschaft"
Am heutigen Montag konstituiert sich die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität. Klimaretter.info sprach mit Kommissions-Mitglied und SPD-Vordenker Michael Müller.
Interview von Johanna Treblin [mehr...]
Dienstag, 06. Juli 2010, 18:40 Uhr
Düsseldorf: Der Koalitionsvertrag steht
nrwrot-gruenGrüne und SPD in Nordrhein-Westfalen wollen die "Lex Eon" wieder rückgängig machen und ein Klimaschutzgesetz beschließen. Das Umweltministerium trägt den Klimaschutz künftig im Namen
Von Johanna Treblin und Sarah Messina [mehr...]
Mittwoch, 03. November 2010, 19:03 Uhr
Eckpunkte für NRW-Klimagesetz stehen fest
Die NRW-Landesregierung hat die Eckpunkte für ein Klimaschutzgesetz  verabschiedet. Treibhausgasemissionen sollen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent sinken [mehr...]
Donnerstag, 07. Oktober 2010, 17:45 Uhr
Klapperstorch und Klimawandel
Der Bundestag debattierte am Donnerstag über den Klimaschutz. Drei Anträge aus den Oppositionsfraktionen für ein Klimaschutzgesetz lagen vor. Alle drei wurden mit den Stimmen von Union und FDP abgelehnt - ihnen ist ihr Energiekonzept Klimaschutz genug. Die Opposition wartet noch immer darauf, dass Marie-Luise Dött ihre klimaskeptischen Aussagen zurücknimmt.
Von Johanna Treblin [mehr...]
Freitag, 25. Juni 2010, 17:19 Uhr
Rot-Grüns offene Geschlossenheit
kohlekroete-kraftRüttgers zieht sich zurück, SPD und Grüne wollen dennoch NRW-Minderheitsregierung und kündigen "Stadtwerkerettungsgesetz" an. Proteste für Klimagesetz [mehr...]
Sonntag, 04. Juli 2010, 13:10 Uhr
"Absolut im Interesse der Verbraucher"
polykrist-bswsolarAm Montag entscheidet sich das Vermittlungsverfahren zwischen Bundesrat und Bundestag zu den neuen Solar-Einspeisetarifen. Margit Conrad (SPD), Umwelt- und Verbraucherministerin in Rheinland-Pfalz, erklärt auf Klimaretter.info, wo der Kompromiss liegen sollte - und warum die Mehrbelastung von 3 bis 7 Euro im Jahr beste Verbraucherschutz-Politik ist.
Interview: Nick Reimer [mehr...]
Montag, 26. Juli 2010, 11:54 Uhr
"Atomalarm" in 55 Wahlkreisen
 atompoker_campact1Lautstarke Proteste gegen die angestrebte Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken. Stefan Mappus hält die bundesdeutsche Atompolitik für eine "grandiose Fehlleistung". Der Rückbau der Atomkraftwerke kostet den Bund über Jahrzehnte hinaus mehrere Milliarden Euro [mehr...]
Donnerstag, 21. Oktober 2010, 19:10 Uhr
"Frau Bundeskanzlerin" ist gestorben
Bundesarchiv_B_145_Bild-F055066-0024_Kln_SPD-Parteitag_Schmidt_mit_Ehefrau_LokiHannelore "Loki" Schmidt war eine engagierte Naturschützerin und eine emanzipierte Kanzlergattin [mehr...]
Sonntag, 10. Oktober 2010, 11:00 Uhr
"Klimaabkommen" für Flugverkehr
Die internationale Luftfahrtorganisation der Vereinten Nationen ICAO hat ein Klimaschutzabkommen verabschiedet. Für die "Roadmap" hagelt es nun Kritik [mehr...]
Montag, 07. Februar 2011, 19:07 Uhr
"Ohne Klimaschutz ist alles nichts"
"Klimaschutz ins Grundgesetz" fordern mehr als 367.000 Bürger und Bürgerinnen mit der Umweltorganisation Greenpeace. Im Petitionsausschuss wurde die Forderung am Montag erstmals diskutiert.
Aus Berlin Sarah Messina
  [mehr...]
Montag, 01. November 2010, 16:21 Uhr
"Scheer zu ehren bedeutet: Weiterkämpfen!"
Gedenkfeier für Hermann Scheer: Mehrere hundert Menschen nahmen Abschied im Berliner Museum für Post- und Kommunikation. 21 der 27 EU-Staaten haben heute ein Einspeisegesetz nach dem deutschen Vorbild. Dessen Vater: Hermann Scheer.
Aus Berlin Nick Reimer [mehr...]
Sonntag, 21. Februar 2010, 11:23 Uhr
"Solarstrom würde unseren Haushalt retten"
thumb_firstsolar_KarlstadtLaudenbGroße Freiflächenanlagen sind von den schwarz-gelben Kürzungsplänen bei der Solarförderung besonders betroffen, bei den internen Gesprächen zwischen Unions- und FDP-Fraktion sind sie der größte Streitpunkt. Nicht nur die Solarbranche, sondern auch Kommunen lehnen die drastischen Kürzungen ab. Warum, erklärt Rudolf Schmitt, der Bürgermeister von Ferschweiler (Rheinland-Pfalz) im Interview mit klimaretter.info.
Interview: Toralf Staud [mehr...]
Sonntag, 25. Juli 2010, 08:03 Uhr
Ahaus ruft zur Anti-Atom-Kundgebung
2010-04-24_Anti-AKW-Demo_Ahaus-11-kleinAm Mittwoch war der erste Atommüll im Zwischenlager angekommen. Umweltschützer fordern, dass Rot-Grün zum Koalitionsvertrag steht und weitere Transporte stoppt [mehr...]
Samstag, 29. Mai 2010, 17:39 Uhr
Anti-Kohle-Protest bei SPD-Parteitag in Stade
thumb_stade-biBürgerinitiativen und Klimaallianz kritisieren Unehrlichkeit: Im Bund propagiere die SPD Klimaschutz, vor Ort aber unterstütze sie ineffiziente Kohlekraftwerke [mehr...]

Werbung

Meinungen: Standpunkte

"Altmaier muss die Energiewende retten"

Nun ist es amtlich: Der Bundespräsident hat Norbert Röttgen (CDU) entlassen und Peter Altmaier (CDU) seine Ernennungsurkunde zum Umweltminister überreicht. Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun einen ihrer engsten Vertrauten für das Projekt Energiewende ins Rennen schickt, ist wichtig für die Kontiunität der Energiewende und für das Kräftespiel zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, findet klimaretter.info-Herausgeber Gero Lücking. [mehr...]

Meinungen: Überraschung der Woche

Röttgens Täuschung, Altmaiers Fahrrad und Merkels Verantwortung

Kalenderwoche 20: Fachlicher Kompetenz führt nicht dazu, ein politisches Amt zu begleiten. Aber das ist leider ein allgemeiner Trend, findet Michael Müller, SPD-Politiker und -Vordenker und Mit-Herausgeber von klimaretter.info: In der Politik kommt es heute mehr auf das Management von Macht an als auf eine programmatische Idee. [mehr...]

mehr...

Jahrestag
Das Fukushima-Dossier

11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab.  [mehr]


Aktion des Monats

Europa ohne Atomkraft

Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr]

Zu Ihrem Vorteil

Klimaretter abonnieren!

Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...]

Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende

Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende   Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]


Lexikon

Das ABC der Klimaretter

Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr]

Klimaretter-Beichtstuhl

Erleichtern Sie sich!

Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...]

Werbung

Vattenfall: Einfach schlecht vorbereitet

Es gibt Werbekampagnen, die so schlecht sind, dass man sich fragt, wie sie jemals zustande kommen konnten. Ist die Agentur zu blöd? Wollen die Chefs, die die Kampagne abnehmen, ihre Firma bewußt schädigen? Ist das Produkt so miserabel, dass es[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs

Klimakonferenz-Specials

Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13


Werbung


Ressorts

Energie


Neue solare Rekorde

In Spitzenzeiten tragen Photovoltaikanlagen mittlerweile mit einer Leistung von 19.000 Megawatt zur Stromversorgung bei [mehr...]
Protest


Anti-Kohle-Camp in Schottland

Britische Klimaschützer mobilisieren gegen den Kohlebergbau in Douglas Valley [mehr...]
Wirtschaft


Nabucco schrumpft

Statt wie ursprünglich geplant 3.300 Kilometer könnte die Erdgasleitung nur 1.300 Kilometer lang werden [mehr...]
Mobilität


Deutscher Flugverkehr drastisch angestiegen

Seit 2000 hat sich die Zahl der Flugpassagiere in Deutschland um knapp 40 Prozent erhöht [mehr...]
Forschung


60 heißeste Jahre des Jahrtausends

Die letzten sechs Dekaden sind in der Region Australasien die wärmsten des vergangenen Jahrtausends gewesen, bilanzieren Wissenschaftler [mehr...]
Umwelt


Total: Gasleck ist jetzt dicht

Schon nach zwölf Stunden meldet der französische Konzern den Erfolg seiner Abdichtungsmaßnahmen in der Nordsee [mehr...]
Ernährung


Klima-Fußabdruck für Rindfleisch

Die genossenschaftlich organisierte Firma Westfleisch: je Kilogramm entstehen 15,3 Kilogramm CO2-Äquivalente [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar


Treffer Röttgen - aber nicht versenkt

Er wollte Karriere über den Umweg der Provinz machen - und ist gescheitert. Nun fordert die Opposition seinen Rücktritt. Der aber wird nicht kommen.
Ein Kommentar von Nick Reimer
[mehr...]
Standpunkte


"KWK aus dem Schattendasein holen"

 Der Bundestag beschließt ein neues Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz: Schon wieder aber wird die dezentrale und hocheffiziente Mini-KWK-Technologie stiefmütterlich behandelt, analysiert Oliver Krischer, Sprecher der Bündnisgrünen für Energie- und Ressourceneffizienz in seinem Standpunkt. [mehr...]
Rezension


Die Radio-Aktivisten

Seit über 30 Jahren gab es in Japan keine solchen Demonstrationen: Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat auch das politische Bewusstsein der Bevölkerung geändert. Der Dokumentarfilm "Radioactivists" versucht die neue Anti-AKW-Bewegung zu verstehen.
Eine Rezension von Felix Werdermann
[mehr...]
Kolumnen

nick3
930 Euro für Angela Merkel

Mehr Geld für die Kanzlerin ist gut und richtig. Jetzt sollten als nächstes die Bezüge der Abgeordneten angehoben werden! Vielleicht hilft das ja, die Qualität der angebotenen Politik zu verbessern. [mehr...]
Überraschung der Woche


Röttgens Täuschung, Altmaiers Fahrrad und Merkels Verantwortung

Kalenderwoche 20: Fachlicher Kompetenz führt nicht dazu, ein politisches Amt zu begleiten. Aber das ist leider ein allgemeiner Trend, findet Michael Müller, SPD-Politiker und -Vordenker und Mit-Herausgeber von klimaretter.info: In der Politik kommt es heute mehr auf das Management von Macht an als auf eine programmatische Idee. [mehr...]