Keine Klimahilfen für arme Länder?
Germanwatch, Greenpeace, Oxfam und WWF wollen herausgefunden haben, dass die Bundesregierung im Haushalt 2011 keine finanziellen Hilfen für die Bekämpfung der Folgen des Klimawandels in Entwicklungsländern vorsieht. Das wäre ein Verstoß gegen international gemachte Vereinbarungen, kritisieren die Umwelt- und Entwicklungsverbände. In Kopenhagen habe Angela Merkel zugesichert, neue und zusätzliche Mittel bereitzustellen. Doch schon damals war auch in Regierungskreisen die Definition von Zusätzlichkeit umstritten: So betonte Entwicklungsminister Niebel am Rande der Kopenhagenkonferenz, dass „zusätzlich“ nicht bedeute, dass die zugesicherten Finanzhilfen auf die ohnehin geplanten Entwicklungshilfen draufgeschlagen werden.

Protest in Kopenhagen: Nun wollen reiche Länder wie Deutschland auch noch ihre wenigen gegebenen Versprechen brechen.
Die Umwelt- und Entwicklungsverbände hingegen nehmen die Bundeskanzlerin beim Wort und fordern sie nun auf, ihr Versprechen einzuhalten. Ohnehin seien von den von Deutschland zugesicherten 350 Millionen Euro nur 70 Millionen Euro wirklich zusätzlich. Der Rest werde mit der Entwicklungshilfe verrechnet.
© wir-klimaretter.de/sg
Mehr zur Klimakonferenz in Bonn in unserem Dossier
Die Schlagzeilen um 11 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Etscheits Alltagsstress
Danke, lieber Fritz Vahrenholt! Energiekonzerne können bohren, fracken und teersanden so viel sie wollen, ohne dass ihnen linksradikale Umweltschützer noch in die ölige Suppe spucken können. Alles wird gut. Vielen Dank, liebe Sonne! Vielen Dank, Fritz Vahrenholt! [mehr...]
Meinungen: Kommentar
Keine Blackout-Angst Der Winter ist kalt und das Stromnetz bleibt stabil - die Energiewende führt nicht zum befürchteten Blackout.Ein Kommentar von Joachim Wille [mehr...]
Jahresrückblick
2011: Das Jahr der Rekorde
Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, Bundeskanzlerin Angela Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Hamburger Mucken auf. Neuer Schmelzrekord in der Aktis, neuer Emissionsrekord in der Atmosphäre und so viel Flugpassagiere wie noch nie - der Jahresrückblick 2011. [mehr]
Aktion des Monats In den USA formieren sich Lobbyisten nachdem US-Behörden dem Gitarrenbauer Gibson die Einfuhr von illegalen Tropenhölzern nachweisen konnten. Vorn dabei: Die rechtskonservative Tea Party. Gemeinsam wollen diese das Lacey-Gesetz, dass den Import der Tropenhölzer für illegal erklärt, kippen. [mehr] | Durban 2011 Was war die 17. UN-Klimakonferenz - eine weitere Pleite der Diplomatie oder der Startschuss für das bitter nötige globale Klimaabkommen? Alle Berichte unserer Korrespondentinnen und Korrespondenten aus Südafrika können Sie im Durban-Dossier nachlesen. [mehr] |
Neue Klimaretter-Serie
Die Gesetze der Energiewende
Diesmal soll sie gelingen, die Energiewende. Die schwarz-gelbe Regierung hat dafür umfangreiche Gesetze verabschiedet - oft mit Stimmen der Opposition. In einer Serie analysiert klimaretter.info, was drin steht in den Gesetzen. Und was von ihnen zu halten ist.
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | In eigener Sache Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann unterstützen Sie uns, denn unabhängiger Journalismus kostet Geld. Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Bild & Vahrenholt: Die Lüge von der CO2-Lüge
Der Chef des Springer-Verlags, Matthias Döpfner, hat vor Jahren mal über sein Boulevardblatt Bild gesagt: „Wer mit ihr im Aufzug nach oben fährt, der fährt auch mit ihr im Aufzug nach unten.“ Das betrifft offenbar nicht nur Promis, sondern auch[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13



Klimaschützer demonstrieren als fußballspielende Staatschefs der G 8 vor der Klimakonferenz in Bonn. Verhandlungen unterbrochen
In internen Papieren äußert das Bundesumweltministerium herbe Kritik am Regierungsgutachten zu künftigen Energieszenarien. Auch Greenpeace und Germanwatch rügen irreführende Vorgehensweise.
Pünktlich zum Jahresbeginn hat das UN-Klimasekretariat die Marke von 500 Millionen Tonnen Kohlendioxid in Form von Emissionsrechten durch den Clean Development Mechanismus geknackt. Umweltorganisationen kritisieren jedoch weiter die Methoden der Vergabe.
Atomkraftgegner kritisieren die Regierungspläne
Sie gilt als Lieblingsabkürzung der Diplomaten: Unter LULUCF werden in den Klimaverhandlungen Emissionen aus Wald-, Land- und Bodennutzung in Industrieländern verhandelt. Mit LULUCF lassen sich Emissionen aber auch hervorragend "verstecken", kritisieren Umweltschützer.
Was macht eigentlich die Klimabewegung in Cancún? Zerstritten sein. Aber das hat durchaus auch sein Gutes, wie die Protagonisten finden. Aus dem Camp des Klimaforums 2010 Lena Hörnlein und Nick Reimer
Finnlands Regierung genehmigt zwei weitere AKW-Neubauten. Dabei entwickelt sich der Bau des genehmigten Reaktors in Olkiluoto zum finanziellen Debakel. Die Grünen bleiben trotz der Entscheidung an der Regierung.


