Doppelt so viel Tropenzeit im Elbtal
Dem sächsischen Elbtal stehen gravierende Änderungen bevor: Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl der Tage, an denen das Thermometer über 30 Grad klettert, verdoppeln. Nächte, in denen die Temperaturen nicht mehr unter 20 Grad sinken, werden 2050 sogar dreimal so häufig sein wie heute. Die Zahl der Tage, an denen es Frost gibt, wird sich dagegen halbieren. Das geht aus einer Studie des Institutes für Ökologische Raumentwicklung der TU Dresden hervor. Bis 2013 soll an diesem Institut das erste regionale Klima-Anpassungsmodell für eine ganze Region erarbeitet sein. Bereits heute ist die Temperatur im Elbtal deulich höher, als im Vergleichszeitraum der Jahre 1961 bis 1990.

Ein Bild, das bald Seltenheitscharakter haben wird: Dresden in der Hand von Väterchen Frost. (Foto: Matthias Rietschel)
"Wenn wir künftig unsere Lebensqualität erhalten wollen, müssen wir schon jetzt etwas dafür tun", erklärte Institutsdirektor Bernhard Müller gegenüber der Sächsischen Zeitung. Sozialdienste und Gesundheitswesen müssten auf die sich ändernden Bedingungen angepasst werden, zudem sei mit einer Häufung von Extremwetterereignissen zu rechnen, weshalb neue Flutrinnen und Sickerflächen entstehen müssten.
Das Kompetenz-Zentrum Anpassung - kurz KomPass - untersucht seit Jahren Strategien, wie sich Deutschland an den Klimawandel anpassen kann. Angesiedelt beim Umweltbundesamt versteht es sich als Serviceeinrichtung, um regionale Anpassungsstrategien zu unterstützen.
klimaretter.info/reni
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 05 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Standpunkte
"Altmaier muss die Energiewende retten" Nun ist es amtlich: Der Bundespräsident hat Norbert Röttgen (CDU) entlassen und Peter Altmaier (CDU) seine Ernennungsurkunde zum Umweltminister überreicht. Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun einen ihrer engsten Vertrauten für das Projekt Energiewende ins Rennen schickt, ist wichtig für die Kontiunität der Energiewende und für das Kräftespiel zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, findet klimaretter.info-Herausgeber Gero Lücking. [mehr...]
Meinungen: Überraschung der Woche
Röttgens Täuschung, Altmaiers Fahrrad und Merkels Verantwortung Kalenderwoche 20: Fachlicher Kompetenz führt nicht dazu, ein politisches Amt zu begleiten. Aber das ist leider ein allgemeiner Trend, findet Michael Müller, SPD-Politiker und -Vordenker und Mit-Herausgeber von klimaretter.info: In der Politik kommt es heute mehr auf das Management von Macht an als auf eine programmatische Idee. [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Deutsche Stahlwirtschaft: Pure Panikmache
DB mobil, die Kundenzeitschrift der Bahn, ist eine honorige Publikation. Erstens beträgt ihre Auflage mehr als 500.000 Stück, nur wenige Magazine bewegen sich in diesen Größenordnungen. Zweitens ist die Zeitschrift gut gemacht. Im Maiheft geht es beispielsweise um Elektromobilität, die[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Hochwasserschutz, klimafreundliche Gebäudekühlung oder "grüne Dächer": Umweltministerium startet Wettbewerb für "Anpassungspioniere"
Immer öfter wird Klimawandel als Sicherheitsrisiko betrachtet. Das aber führt dazu, dass Abschottung und Hochrüstung als Lösungen betrachtet werden, sagt Angela Oels. Man solle stattdessen über Erderwärmung als Gerechtigkeitsproblem reden.
Studie rechnet Einnahmen des Staates aus dem Straßenverkehr (Mineralöl-, Kfz-Steuer oder Lkw-Maut) gegen von der Gesellschaft aufzubringenden Kosten
420 Millionen Euro will der Haushaltsausschuss den Entwicklungsländern für Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zur Verfügung stellen. Doch nur 70 Millionen fließen zusätzlich zu bereits versprochenen Hilfen. Entwicklungsorganisationen, Grüne und SPD sind empört
Bundesregierung geht von möglicher Zunahme der stark allergenen Pflanze aus. Hoher Anteil von Asthmatikern unter Ambrosia-Allergikern
Der Oderpegel steht bei sechs Metern und trotzdem braucht Angela Merkel keine Gummistifel. Heißt das alles ist gut mit dem Hochwasserschutz? Diesmal vielleicht, für die Zukunft aber leider nein
Unterschriften sollen Solarkürzungen über den Bundesrat verhindern
Der Poker um die Solarförderung geht in die nächste Runde. Morgen wird der Bundesrat entscheiden, ob die Ende März mit heißer Nadel gestrickten Kürzungen bei der Einspeisevergütung doch noch vom Vermittlungsausschuss überarbeitet werden sollen. Der Ausgang ist offen.
Wieviel schmeißt die Europäische Union in den Topf, um arme Länder bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen? Die EU verkündete am Donnerstag ihre Zahlen - und enttäuschte Umweltorganisationen und Entwicklungsländer. Weder war von Zusätzlichkeit der Gelder die Rede, noch davon, sie gleichmäßig zwischen Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen aufzuteilen
Widrige Witterungsverhältnisse minderten 2011 die Ernteerträge der deutschen Landwirte erheblich. Zwar wurde es nicht so dramatisch, wie nach der Frühjahrsdürre befürchtet. Beim Raps aber wurde fast ein Drittel weniger geerntet.
Wissenschaftler untersuchen, ob sich das Gestein für die Errichtung eines Tiefengeothermie-Kraftwerks eignet
Tagung des 'Climate Investment Funds' in Südafrika: Bislang 6,5 Milliarden US-Dollar flosssen seit 2008 in 45 Entwicklungsländer, um dort Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel zu finanzieren. Allerdings zielen 70 Prozent der Mittel auf Großprojekte, weshalb Frauen in ländlichen Regionen oft leer ausgehen.
Nach einjähriger Testphase läuft der Tagebau Reichwalde in der Oberlausitz nun wieder im Regelbetrieb. Jährlich sollen hier bis in das Jahr 2045 zehn Millionen Tonnen Kohle aus der Erde geholt werden. Die sächsische Regierung sieht in der Braunkohle noch immer die Zukunft.
Im grönländischen Jacobshavn kann man immer häufiger mildes Wetter erleben. Und das, obwohl Grönlands drittgrößte Stadt hundert Kilometer nördlich des Polarkreises liegt: Eine neue Studie zeigt, dass dies nicht ohne Folgen bleibt.
Die Eisschmelze hat sich rasant beschleunigt - und ist für einen Anstieg der Ozeane der Welt um 5 Millimeter verantwortlich. Lesen Sie Teil 10 der klimaretter.info-Serie: Strategien gegen den Anstieg des Meeresspiegels.
Der karibische Inselstaat ist vom steigenden Meeresspiegel bedroht, vermehrte Stürme gefährden Küstenstädte. Nun will die Regierung einen nationalen Entwicklungsplan vorlegen, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. 


