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Atlantik vor Antarktis erwärmt sich weiter

Der Ozean nördlich der Antarktis hat sich weiter erwärmt: Das berichten Forscher des Alfred-Wegener-Instituts, die am Freitag von einer siebenmonatigen Expedition mit dem Forschungsschiff Polarstern wieder im Heimathafen Bremerhaven erwartet werden. An der Reise waren knapp 200 Wissenschaftler aus 15 Ländern beteiligt. Untersucht wurden unter anderem Temperaturdaten im tiefen Weddellmeer: "Eine erste Auswertung der Messdaten zeigt, dass die Temperatur des Weddellmeeres bis in große Tiefen weiter zunimmt", sagt Ozeanograph Eberhard Fahrbach.


Forscher der Polarstern-Expedition bei Arbeiten auf dem Eis. (Foto: Frank Rödel/AWI)

Veränderungen der Eigenschaften der kalten Wassermassen des Weddellmeers können den Forschern zufolge weltweite Auswirkungen auf die Tiefsee haben.  Inzwischen könnten Temperaturzunahmen über weite Gebiete des Ozeans nördlich der Antarktis nachgewiesen werden, so Fahrbach, die mittlere Temperatur im Weddellmeeer sei innerhalb der letzten 26 Jahre um sechs hundertstel Grad gestiegen. "Diese Temperaturzunahme erscheint gering", sagt Fahrbach, "doch da sie sich bis in großen Tiefen erstreckt, ist damit eine erhebliche Wärmemenge verbunden, die im Ozean gespeichert wird".

Der Weltklimarat IPCC geht davon aus, dass mehr als 80 Prozent der Wärme, die die Erde bisher durch den veränderten Treibhauseffekt zusätzlich aufgenommen hat, in den oberen Ozeanschichten bis 1.500 Meter Wassertiefe gespeichert wird. "Nun konnten wir zeigen, dass auch der tiefe Ozean mit seinem riesigen Volumen an diesem Prozess beteiligt ist", sagt Fahrbach.

Die Polarstern wird Bremerhaven nach routinemäßigen Werft- und Reparaturarbeiten am 15. Juni wieder mit Kurs auf die Arktis verlassen.

klimaretter.info/sam

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