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Acht-Punkte-Plan für Seltene Erden

Noch werden die Metalle der Seltenen Erden fast ausschließlich in China abgebaut. Weil die Europäische Union sich weniger abhängig von Importen machen will, hat sie in ihrer Rohstoffstrategie Lager für die Seltenen Erden angekündigt. Außerdem soll besser recycelt werden, um die Metalle aus nicht mehr genutzten Produkten wieder verwerten zu können. Das Öko-Institut hat nun eine Studie vorgelegt, die aufzeigt, wie ein nachhaltiges Ressourcenmanagement für Neodym, Terbium, Lanthan und Co. aussehen kann.


Die Karte zeigt, wo sich in China die größten Vorkommen von Seltenen Erden befinden. (Bild: Öko-Institut)

Insgesamt gibt es 17 Seltene Erden. In China lagert zwar nur ein Teil der Reserven, das Land beherrscht aber 97 Prozent des Weltmarkts. Insbesondere die Autoindustrie setzt auf deren Einsatz, aber auch eine ökologische Energiewende wird ohne die Seltenen Erden schwierig: die Elemente der 3. Gruppe des Periodensystems werden für Windkraftanlagen, Katalysatoren, Elektroautos oder Glasfaserkabel genutzt.

"Wir müssen darauf achten, dass die Seltenen Erden aus einer nachhaltigen Produktionskette stammen", sagt Studien-Autorin Doris Schüler. In China ist der Abbau mit zahlreichen Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen verbunden. Das Öko-Institut fordert daher neben umweltfreundlichem Bergbau auch "die effiziente Gewinnung und Nutzung".

Um die Rohstoffvorkommen zu schonen, muss Europa eine entsprechende Recyclingwirtschaft aufbauen, fordert das Öko-Institut im Rahmen seines Acht-Punkte-Plans. Mehr Geld müsse auch in die Forschung fließen, um beispielsweise detaillierte Stoffstromanalysen durchführen zu können. Die Politik müsse darüber hinaus die juristischen Rahmenbedingungen anpassen.

Letztlich solle Europa aber auch mit China zusammenarbeiten, um vor Ort auf bessere Umweltbedingungen hinzuarbeiten. "Bislang haben niedrige Rohstoffpreise keinerlei Anreiz für einen sorgsamen Umgang mit den wertvollen Rohstoffen gegeben", sagt Schüler. "Heute jedoch sehen wir enorme Preisanstiege und die Begrenzung der Ausfuhren aus China. Diese Entwicklung hat bereits zu einer fieberhaften Suche nach neuen Minen geführt."

klimaretter.info/jot

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