2010 holt sich den Temperaturrekord

Jetzt ist es "amtlich": 2010 gehört mit 2005 zu den wärmsten Jahren seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1880. Wie NASA und die US-Ozean und Atmosphärenbehörde NOAA bekanntgaben, war die gesamte vergangene Dekade die wärmste seit Aufzeichnungsbeginn. Nach Angaben der NOAA lag die globale Durchschnittstemperatur in den Jahren 2010 und 2005 mit 0,62 Grad Celsius über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts. Damit liege zum 34sten mal in Folge ein Jahr über dem Temperaturmittel. An Land wurden Werte von 0,96 Grad Celsius und auf den Ozeanoberflächen Werte von 0,49 Grad Celsius über dem Schnitt verzeichnet.

Vergleichbare Werte vermeldet auch das Nasa Goddard Institute for Space Studies (GISS) in New York. "Wenn der Trend sich wie erwartet fortsetzt und der Anteil von Treibhausgasen in der Atmosphäre zunimmt, wird 2010 den Rekord allerdings nicht lange halten", sagt GISS-Direktor James Hansen. Besonders bemerkenswert sei der Temperaturrekord auch durch das starke La-Niña-Phänomen in der zweiten Jahreshälfte, das im Ostpazifik zu niedrigeren Temperaturen geführt habe.

Darauf weist auch Klimaforscher Stefan Rahmstorf in seinem Blog hin: 2010 war auch das nasseste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Durch die wärmeren Meere verdunste mehr Wasser, das auch wieder abgeregnet werden müsse – dieser generelle Trend könne zusammen mit regionalen Anomalien wie aktuell La Niña zu Rekordregenfällen wie derzeit im Nordosten Australien führen. Bemerkenswert sei das Auftreten der Rekordwärme auch angesichts der Rekordschwäche der Sonne: Seit mehreren Jahren sei die Sonnenleuchtkraft im tiefsten Minimum seit Beginn der Satellitenmessungen in den 1970er Jahren.

klimaretter.info/sam

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