Die großen Seen werden wärmer
Die größten Seen der Erde haben sich in den letzten 25 Jahren im Zuge des Klimawandels deutlich erwärmt: Das haben Forscher der NASA anhand von Satellitendaten zur Oberflächentemperatur 167 großer Seen weltweit nachweisen können. Die Forscher des Jet Propulsion Laboratory in Kalifornien haben ihre Ergebnisse im Fachmagazin Geophysical Research Letters veröffentlicht.

Lake Tahoe, größter alpiner See Nordamerikas gehört zu den untersuchten Seen. (Foto: Nasa JPL)
Pro Dekade haben sich die Seen demnach um durchschnittlich 0,45 Grad Celsius erwärmt. In manchen Seen wurde für den Zeitraum sogar fast 1 Grad Celsius Erwärmung gemessen. Der Trend sei global, so die Wissenschaftler, die größten Temperaturzunahmen seien jedoch in mittleren bis höheren Breitengraden der nördlichen Hemisphäre festgestellt worden.
"Unsere Analyse stellt neue Daten zu den Konsequenzen des Klimawandels für die Landmassen der Welt zur Verfügung", sagt Studienautor Philipp Schneider. "Die Ergebnisse helfen dabei, die Folgen für Ökosysteme wie Seen besser einschätzen zu können". Bereits geringe Temperaturveränderungen könnten demanach etwa zu verstärktem Algenwachstum führen und Seen unbewohnbar für Fische machen oder neue Arten anlocken, die das natürliche Ökosystem der Seen verändern.
klimaretter.info/sam
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