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EU kürzt Gelder für Kernfusion

Am Montag hat der Haushaltsausschuss des Europaparlaments beschlossen, die Fördergelder für das Forschungsprojekt "ITER" zu kürzen. Im französischen Cadarache soll ein Reaktor zur Erforschung der Kernfusion entstehen. Für das Jahr 2011 sollen 50 Millionen Euro im Forschungshaushalt der EU eingespart werden. Erst vor kurzem hatte die EU beschlossen, Mehrkosten von etwa 1,4 Milliarden Euro zu tragen - insgesamt soll das Projekt statt ursprünglich geplanter 5 Milliarden nun 15 Milliarden kosten.

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ITER-Baustelle in Caradache. (Foto: EFDA)

"Die Grünen begrüßen die jetzige Entscheidung, die Menge der EU-Gelder, die in das ITER Projekt fließen sollen, zu reduzieren", sagte die deutsche Abgeordnete Helga Trupel, "allerdings wäre es die logischste Lösung, keinen weiteren Cent in das Projekt zu stecken."

Die Kernfusion gilt manchen als Option der Energieerzeugung für die Zukunft - sie könnte theoretisch gigantische Energiemengen erzeugen. Allerdings zweifeln viele Wissenschaftler daran, dass sich die Fusionsreaktion kontrollieren lässt. Der ITER wäre, wenn er realisiert wird, nur ein Forschungsreaktor, der nicht zur Energiegewinnung geeignet ist. Eine Realisierung der Energiegewinnung wäre selbst nach optimistischen Einschätzungen erst in einigen Jahrzehnten möglich.

klimaretter.info/hb

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