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Kohlenstoff-Karte für den Amazonas

Neue Landkarten des peruanischen Amazonas-Regenwalds zeigen, wie viel Kohlendioxid in den Wäldern gespeichert ist und wie viel von dem schädlichen Klimagas bereits freigesetzt wurde. Die von Forschern der Carnegie Institution for Science an der Stanford-Universität in den USA in Zusammenarbeit mit dem WWF erstellten Karten sind die ersten ihrer Art. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen in Peru stellt das Forscherteam in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Proceedings vor. Das Detailwissen soll unter anderem als Berechnungs-Grundlage für REDD dienen, einem Mechanismus zum Schutz der Wälder in Entwicklungsländern.

Amazonas-regenwald-Kohlendioxidspeicher-carnegie
Wo ist wie viel Kohlendioxid gespeichert? Die neuen Karten der Carnegie Institution geben darüber zumindest für einen kleinen Teil des Amazonas-Regenwalds bereits Auskunft. (Bild: Carnegie Institute)

Für die Studie wurden rund 43.000 Quadratkilometer des Amazonas-Regenwaldes untersucht, das entspricht der Fläche der Schweiz. "In diesem Gebiet sind fast 400 Millionen Tonnen Kohlendioxid gespeichert", sagte Greg Asner, einer der Autoren der Studie. "Jedes Jahr werden mehr als 630.000 Tonnen Kohlendioxid freigesetzt." Asner zeigte sich besonders überrascht von dem Ergebnis, dass die Eigenschaft des Waldes als Kohlendioxidspeicher stark unterschiedlich ausfällt, je nachdem wie alt die Ökosysteme sind. Beispielsweise können Regionen, die 60 Millionen Jahre alt sind, nicht so viel Kohlendioxid speichern wie neuere Regionen, weil letztere in der Regel fruchtbarer sind.

Die genaue Ausgestaltung des REDD-Mechanismus (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation of Forests) im Rahmen der UN-Verhandlungen um ein neues Klimaabkommen steht noch aus. Auf der Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen haben sich die Vertragsstaaten immerhin auf eine Methodologie zur "Buchhaltung für Wälder" geeinigt. Auf zwei Treffen in Paris und in Oslo in diesem Jahr haben einige Länder bereits finanzielle Mittel für den Waldschutz zugesagt. Die Konferenzen sind allerdings unabhängig von den UN-Klimaverhandlungen und haben auf diese kaum Einfluss.

klimaretter.info/jot

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