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Reformen sollen IPCC stärken

Das von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eingesetzte InterAcademy Council hat dem Weltklimarat IPCC in der Nacht zum Dienstag "fundamentale Reformen" empfohlen. Der am UN-Sitz in New York vorgelegte Bericht des Prüfungsgremiums entlastet den Weltklimarat vom Vorwurf der Manipulation. Um Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit des Wissenschaftlerrats zu stärken, müsse die Struktur des IPCC jedoch verbessert werden.

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Der Weltklimarat war über eine fehlerhafte Angabe zur Gletscherschmelze im Himalaya gestolpert. Mehr zu den Hintergründen können Sie im Wissenschaftler-Blog KlimaLounge nachlesen. (Foto: Reimer)

"Unter dem Mikroskop der Öffentlichkeit zu arbeiten bedarf starker Führung, großen Engagements erfahrener Wissenschaftler, Anpassungsfähigkeit und die Bereitschaft zur Offenheit", heißt es in dem Bericht. Künftig sollen deshalb nach Ansicht des Prüfungsgremiums auch Nicht-IPCC-Wissenschaftler und Menschen "außerhalb der Wissenschaftlergemeinde" in den Erarbeitungsprozess neuer Sachstandsberichte mit eingebunden werden. Der Weltklimarat soll außerdem neben dem IPCC-Sekretär einen weitergehend befugten Exekutivdirektor einsetzen, der als erfahrener Wissenschaftler für das Gremium sprechen soll. Die maximale Dauer des Gremiumsvorsitzes solle zudem nicht mehr wie bislang bis zu zwei Perioden über sechs Jahre umfassen, sondern verkürzt werden.

Der Weltklimarat musste sich scharfer Kritik stellen, nachdem zwei Datenpannen im mehr als 3.000 Seiten starken Sachstandsbericht von 2007 bekannt wurden. Zusätzlicher Druck auf das Gremium entstand durch den unter dem Namen "Climategate" bekannt gewordene Pseudo-Skandal um hunderte gehackte Privat-Emails von einzelnen IPCC-Wissenschaftlern, aus denen Klimaskeptiker die Manipulation von Daten herauslasen. Untersuchungen unabhängiger Gremien hatten die Wissenschaftler und den Weltklimarat jedoch immer wieder umfassend entlastet.

Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßte die Vorschläge des InterAcademy Councils zur Reformierung des Weltklimarats: Durch die Empfehlungen könne das Wissenschaftlergremium an Stärke und Glaubwürdigkeit gewinnen, um die Klimawissenschaft und die Folgen fossilen Energieverbrauchs der Öffentlichkeit näher bringen zu können.

klimaretter.info/sam

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