Massives Korallensterben in Indonesien
Eine massive Korallenbleiche in Indonesien hat für das Absterben vieler Korallenriffe gesorgt. Schuld ist einer Studie der Wildlife Conservation Society (WCS) zufolge die dramatische Erwärmung der Oberflächentemperatur in den Gewässern um Indonesien.

Korallen reagieren besonders empfindlich auf den Klimawandel. (Foto: Konstanze Staud)
Die Untersuchungen, die Anfang August abgeschlossen wurden, weisen auf eines der weltweit schnellsten und heftigsten Korallensterben hin. Seit Beginn der Untersuchungen sind den Wissenschaftlern der WCS sowie der James-Cook-Universität in Australien und der Syiah-Kuala-Universität in Indonesien zufolge 80 Prozent einiger der in den Gewässern beheimateten Spezies gestorben. Die Forscher gehen davon aus, dass sich der Trend weiter fortsetzt. In der Provinz Aceh sind sogar 60 Prozent aller Korallen von der Bleiche betroffen.
Die Korallenbleiche ist auch in anderen Teilen der Welt zu beobachten. Sie gilt als Antwort der Ökosysteme auf steigende Wassertemperaturen und Versauerung der Meere. Die Korallen stoßen lebenswichtige eingelagerte Mikroalgen aus und verlieren ihre Farbe. Wenn die Zunahme der Temperaturen nicht gestoppt werde, könnten viele Korallen schon im Jahre 2070 aufhören zu wachsen, warnten im Juli US-amerikanischer Meeresforscher des Ozeanographischen Instituts in Woods Hole .
klimaretter.info/jot
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