Inuit erzwingen Expeditions-Stopp
Aus Angst um ihre Fischgründe haben die Inuit – die Ureinwohner Kanadas – gegen die Forschungsfahrt der Polarstern an der Küste Kanadas geklagt. Nachdem kanadische Behörden die Expedition im Vorfeld genehmigt hatten, kam der Gerichtsbeschluß überraschend. Daher habe man die kanadischen Gewässer wieder verlassen und setze die Expedition in Grönland fort, sagte eine Sprecherin des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung (AWI) am Dienstag.

Die Polarstern im Eismeer (Foto: Hannes Grobe/AWI)
Im äußersten Nordosten Kanadas sollten seismische Untersuchungen im Lancastersund, eine Meerenge bei der Baffininsel, Zusammenhänge der kontinentalen Verschiebung aufzeigen. Die Inuit befürchten, dass die dabei eingesetzten Schallwellen Wale und andere Meeressäuger vertreiben könnten, die als Nahrungsquelle für die Menschen dienen.
Seit Anfang Juni ist die Polarstern auf Forschungsreise. Die kanadischen Gewässer sollten die dritte Station einer insgesamt vier Monate dauernden Expedition im Nordmeer sein, bei der die Forscher die Folgen des Klimawandels und geologische Zusammenhänge untersuchen.
klimaretter.info/sima
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