Arktiseis schmilzt schneller
Die Eisfläche in der Arktis wird schneller kleiner. Für den vergangenen Juni hat das US-amerikanische National Snow and Ice Data Center 10,87 Millionen Quadratkilometer gemessen. Damit liegt die Eisfläche um 1,29 Millionen Quadratkilometer unter dem Durchschnitt der Jahre 1979 bis 2000 und immer noch 190.000 Quadratkilometer unter dem bisher letzten Rekordtief des Monats Juni von 2006 mit 11,06 Millionen Quadratkilometer. Einzig vor der Küste Ostgrönlands entsprach die Eisfläche knapp dem Durchschnitt. Auch die Lufttemperatur war in diesem Juni an der Arktis höher als normal.
Expedition der Polarstern, Ostgrönland (Foto: Hannes Grobe/Alfred-Wegener-Institut)
Die Eisfläche ist im vergangenen Monat pro Tag um 88.000 Quadratkilometer zurückgegegangen, das entspricht ungefähr einem Viertel der Fläche Deutschlands. Die durchschnittliche Rate liegt bei 53.000 Quadratkilometern. Damit ist das Eis wesentlich schneller geschmolzen als in den Jahren zuvor.
Da die Eisfläche in der Regel im September am kleinsten ist, rechnen die Experten mit einem weiteren Rückgang der Fläche. Auch Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven und der Universität Hamburg prognostizieren in ihrem jährlich erscheinenden "Seaice-Outlook", dass sich die arktischen Eisflächen Anfang September nur noch über 4,9 bis 5,2 Millionen Quadratkilometer erstrecken werden.
klimaretter.info/jot
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