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Klimaforscher verteidigen IPCC-Berichte

Führende deutsche Klimawissenschaftler haben die Arbeit des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) gegen unsachliche Kritik verteidigt. Der letzte Bericht aus dem Jahr 2007 war wegen einiger Fehler in die Kritik geraten. Nun schreiben das Nationale Komitee für Global Change Forschung (NKGCF) und das Deutsche Klima-Konsortium (DKK) in einem offenen Brief, diese Kritik widerlege nicht die Grundaussagen des letzten Berichts.

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Daten zum Abtauen der Gletscher des Himalayas waren fehlerhaft - und brachten den IPCC in Bedrängnis. (Foto: Reimer)

Anfang des Jahres wurde bekannt, dass eine Passage zum Abschmelzen der Himalaya-Gletscher nicht wissenschaftlich belegt ist. In dem IPCC-Bericht heißt es, die Gletscher seien mit hoher Wahrscheinlichkeit bis 2035 verschwunden – tatsächlich war aber das Jahr 2350 gemeint. Schon damals erklärten Experten, diese Schlamperei ändere nichts an den Kernaussagen. Trotzdem wurden von verschiedenen Seiten Reformen am IPCC gefordert. Seit März wird die Arbeit des IPCC von einem weiteren Forschergremiem kontrolliert.

Deutsche Klimawissenschaftler unterstreichen nun noch einmal, dass die Kernaussage des vierten Sachstandberichts des IPCC bestehen bleibe: "Der Klimawandel ist weitgehend von Menschen verursacht und wird sich in Zukunft verstärken." Daher gebe es keinen Grund, die klimapolitischen Ziele zu überdenken. Unterschrieben ist der Brief vom NKGCF, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Bundesforschungsministerium berät, sowie vom DKK, in dem Klima- und meteorologische  Einrichtungen zusammengeschlossen sind wie das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meerforschung, der Deutsche Wetterdienst und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.

"Umfassend wie in keinem anderen Bereich von Politik und Wissenschaft"

Die IPCC-Berichte seien eine "einzigartige Sammlung des Klimawissens", so seien in die letzte Studie 18.000 wissenschaftliche Veröffentlichungen eingeflossen. "Die Berichte des IPCC stellen den Stand des Wissens um das Klima in umfassender Weise dar, so wie es sonst in keinem anderen Bereich von Politik und Wissenschaft getan wird." Sie seien noch immer "eine unerlässliche und nach unserer Ansicht die beste Quelle für Informationen zum globalen Klimawandel".

Immer genaueres Wissen sorge aber auch für Fehleranfälligkeit: "Die aufgetretenen Unstimmigkeiten und Fehler im letzten Sachstandbericht sind unter anderem der Tatsache zuzuschreiben, dass die Anforderungen an den Bericht kontinuierlich steigen. Die immer detaillierter untersuchten regionalen Aspekte des Klimawandels (…) erfordern eine Zusammenarbeit auf internationaler Ebene von verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen." Um dem gerecht zu werden solle überprüft werden, ob "eine stärkere Aufgabenteilung zwischen internationalem Panel und nationaler Politikberatung erfolgen sollte".

© wir-klimaretter.de/fw

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