IPCC bedauert Himalaya-Panne
Der Weltklimarat IPCC hat Bedauern über eine im Rahmen des jüngsten Sachstandsberichts zum Klimawandel veröffentlichten Prognose zum Abschmelzen der Himalaya-Gletscher geäußert. Bei dem betreffenden Absatz im 938-seitigen Bericht der Working Group II seien die klaren und bewährten Prüfstandards, die dem IPCC-Standard zugrunde liegen, nicht korrekt angewendet worden, so der Klimarat am Mittwoch in Genf.

Der IPCC war wegen einer Passage in die Kritik geraten, in der es heißt, die Gletscher des Himalaya könnten mit hoher hoher Wahrscheinlichkeit bereits 2035 vollständig abgeschmolzen sein. Diese Jahreszahl, so berichtete die Sunday Times, sei nicht wissenschaftlich fundiert, sondern beruhe auf einem Text in einem populärwissenschaftlichen Magazin.
Der fand 2005 als Quelle Eingang in eine WWF-Studie und über diese seinen Weg in den 2007 erschienenen Bericht des IPCC. Aufgedeckt wurde die peinliche Panne durch die Recherche des kanadischen Geologen Graham Cogley, einem Mitautoren des IPCC-Berichts.
Weder in der Zusammenfassung für die Politik noch im 52-seitigen Synthesis Report des Weltklimarats kommt die betreffende Aussage jedoch vor. Hier heißt es dagegen zum Beispiel, dass in Folge des Klimawandels durch schmelzende Gletscher und schwindende Eisdecken - etwa im Himalaya oder den Anden - die Verfügbarkeit von Frischwasser für mehr als ein Sechstel der Weltbevölkerung gefährden könnten. Die Schlussfolgerungen des Synthesis Reports seien robust, angemessen und vollständig vereinbar mit den wissenschaftlichen Standards, so der Weltklimarat.
(Foto: NASA)
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